TV-Abrechnung

Ballack attackiert Ex-Trainer Löw

12.03.2026

Michael Ballack (49) findet deutliche Worte für das Ende seiner damaligen Karriere im DFB-Team und kritisiert Joachim Löw sowie Philipp Lahm scharf.

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© Hendrik Schmidt/dpa
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Deutschland. Die Wunden scheinen auch Jahre später nicht verheilt zu sein. Michael Ballack spricht am Freitag um 23:15 Uhr in der "Sky"-Sendung "Meine Geschichte" offen über die Zeit nach seiner schweren Verletzung im Jahr 2010. Damals bedeutete ein Foul von Kevin-Prince Boateng kurz vor der Weltmeisterschaft nicht nur das bittere Aus für das Turnier, sondern läutete auch das Ende seiner Ära im Nationalteam ein. Besonders das Verhalten von Joachim Löw und Philipp Lahm stößt dem heute 49-Jährigen sauer auf. Zwischen Ballack und dem deutschen Trainergespann herrschte damals Funkstille.

Ballack empfindet den damaligen Umgang mit seiner Person als "ungerecht". Vor allem die fehlende Kommunikation des Trainers enttäuschte ihn maßgeblich. Löw habe das klärende Gespräch über eine mögliche Rückkehr immer wieder aufgeschoben und sei ausgewichen, anstatt dem langjährigen Anführer die Entscheidung direkt ins Gesicht zu sagen. "Dann gebietet es zumindest der Respekt, das, was ich geleistet habe für die Nationalmannschaft, die zehn Jahre vorher, dass man es mir ins Gesicht sagt", stellt Ballack klar.

Die Rolle von Philipp Lahm

Auch die Rolle seines Nachfolgers sieht Ballack kritisch. Philipp Lahm hatte damals in einem Interview erklärt, die Kapitänsbinde nicht mehr abgeben zu wollen. Für Ballack war das kein Alleingang von Lahm. "Das meinte ich mit ungerecht. Das sind Werte, die ich nicht vertrete!", erklärt der Ex-Profi deutlich. Man habe ihm gar nicht die Chance gegeben, "wieder hinzuzukommen". Ballack ergänzt: "Der Bundestrainer hat es durchlaufen lassen, wissend natürlich, was das bewirkt in der Gesamtkonstellation, und da war ich gerade mal drei Wochen, zwei Wochen verletzt. Also auch da war, glaube ich, beim Bundestrainer schon die Entscheidung gefallen!" Eine echte Aussprache zwischen den Beteiligten habe bis heute nicht stattgefunden.