Mögliche Trennung
So reagiert Max Eberl auf die Hoeneß-Zweifel
24.05.2026
Derzeit freut sich der FC Bayern München über den ersten Pokalsieg seit sechs Jahren. Doch ausgerechnet am Finaltag sorgt ein "Spiegel"-Interview mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) für viele Diskussionen um die Zukunft von Max Eberl (52).
Beim Interview verriet Hoeneß, dass die Chancen bei "60 zu 40 für eine Verlängerung" liegen würden. Zusätzlich bestünden Zweifel beim Ehrenpräsidenten des FC Bayern München. Er setzte fort: "Ich möchte jetzt nicht in Details gehen, das überlasse ich dann unserer Diskussion im Aufsichtsrat." Die Entscheidung soll in der Aufsichtsratssitzung im August fallen.
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Nach dem 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart reagierte Eberl auf die Hoeneß-Aussagen: "Das Fell ist dick geworden, aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Die Zweifel, die sind scheinbar da, sonst hätte er das ja nicht gesagt. Ich war natürlich heute überrascht, dass das eben so passiert. Für mich ist es völlig okay, dass sich ein Aufsichtsrat Gedanken macht über einen Vorstand – ob man weitermachen möchte oder nicht. Das ist ein ganz normaler Prozess."
"Ich möchte einfach meinen Job machen"
Weiter Eberl: "Ob man dann jetzt Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht. Ist aber auch egal. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, zu überlegen, was sie tun. Ich habe oft gesagt, dass ich einfach meinen Job machen möchte."
Er habe noch einige Ziele mit dem FC Bayern: "Ich möchte den FC Bayern einfach dahin bringen, wo wir jetzt gerade sind – in Deutschland an der Spitze. Und natürlich versuchen wir, auch die Champions League zu gewinnen. Das haben wir nicht ganz geschafft. Und trotzdem glaube ich, wir haben als Mannschaft, als Verein sehr viel Schönes und Positives erlebt. Und ich bin bereit, es weiterzumachen, wenn man es möchte."
"Sie wurden ja ausgesprochen"
Über die Zweifel sagte der Sportvorstand: "Sie wurden ja ausgesprochen. Es ist ja auch in Ordnung. Es ist ja völlig legitim, dass ein Aufsichtsrat Zweifel haben kann. Das ist nicht außerhalb der Welt. Und das kann man ja auch miteinander diskutieren, miteinander besprechen. Und dann muss der Aufsichtsrat eine Entscheidung treffen, sind die Zweifel so groß, dass es weitergeht oder nicht. Dann hat der, an dem gezweifelt wird, die Möglichkeit zu sagen: Ich mache weiter oder nicht. Das ist ein völlig normaler Prozess."
Eberl wurde gefragt, ob er, wenn er keinen neuen Vertrag erhält, auch als "Lame Duck" weitermachen würde. Der 52-Jährige meinte: "Ich muss ja mit Szenarien leben, die mir dann auferlegt werden! Wenn man sagt, man möchte nicht verlängern, aber ich soll weitermachen, dann mache ich das mit all dem, was ich jetzt über zweieinhalb Jahre auch gemacht habe."
Keine Blitz-Trennung
Ein vorzeitiger Abschied kommt für ihn nicht in Frage: "Nicht von meiner Seite! Aber ich bin da der falsche Ansprechpartner. Ich habe immer gesagt, ich möchte meine Arbeit machen. Die haben wir jetzt getan. Wir haben die Saison sehr, sehr erfolgreich und gut zu Ende gebracht. Und jetzt wäre die Transferperiode und der werde ich mich jetzt widmen. Ich habe ja gesagt: Ich bin da, um meine Arbeit zu machen. Ich mache es mit sehr, sehr viel Herzblut und mit sehr, sehr viel Freude. Und wenn man mich lässt, dann bin ich auch bereit, es weiterzumachen."
Laut Eberl sprachen Eberl und Hoeneß nicht gemeinsam: "Naja, also nicht böse sein, aber wenn ich in so ein Pokalfinale komme, wo der FC Bayern sechs Jahre nicht mehr war, mit all der Brisanz, dann ist nicht das erste Thema, dass ich sage: Uli, wollen wir mal drüber reden. Es wird der Zeitpunkt kommen, er wird mir es erklären oder ich werde fragen – und dann redet man drüber."