Skisprung-Krise
ÖSV-Adlerinnen stürzen bei Norwegen-Gala ab
15.02.2026Unsere Skispringer bleiben auch nach dem Damen-Einzel auf der Großschanze ohne Medaille. Lisa Eder landet beim Sieg der Norwegerin Anna Odine Stroem auf Platz 7.
Teamleaderin Lisa Eder kam Sonntagabend als beste Österreicherin in Predazzo über den enttäuschenden 7. Platz nicht hinaus. Normalschanzen-Olympiasiegerin Anna Odine Ström führte auf der Großschanze einen norwegischen Doppelsieg vor Eirin Maria Kvandal durch. Bronze ging an die Slowenin Nika Prevc.
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Die Erwartungen unseres im Umbruch befindlichen Springerinnen-Teams waren bereits im Vorfeld ohnehin nicht zu groß gewesen - bis auf Eder hatte sich keine Österreicherin ernsthafte Medaillenchancen ausgerechnet.
Zweitbeste ÖOC-Athletin wurde die Nordische Kombiniererin Lisa Hirner (18.), Julia Mühlbacher und Meghann Wadsak landeten auf den Plätzen 22 und 38.
Eder hatte nach ihrem vierten Platz von der Normalschanze von großer Nervosität erzählt. Vom weniger geliebten großen Bakken musste die Salzburgerin zunächst mit Rückenwind und einer Anlaufverlängerung umgehen. Mit einem 125,5-m-Sprung und deutlich weniger Windpunkten verabschiedete sie sich als Halbzeit-15. bereits aus dem Medaillenrennen. In der Entscheidung der besten 30 setzte Eder auf der 141-m-Schanze bei 132 m auf und verbesserte sich mit guten Noten noch um acht Plätze.
"Die Anlage ist brutal hart zu knacken. Ganz Österreich tut sich schwer", sagte Eder, die wie ihre Kollegen in Predazzo vom ersten Sprung an nicht reingefunden hatte. Dass ihr zum Abschluss ein guter Satz auskam, "wird mich vielleicht meine ganze Karriere beschäftigen", sagte Eder im ORF. "Irgendwie tut der zweite Sprung gut, aber irgendwie regt es mich auch auf." Ihr bleibe "eine Blechmedaille" von Olympia, sagte Eder. "Schlechte Erfahrungen sind auch gute Erfahrungen."
Hirner, die im turbulenten ersten Durchgang früh an der Reihe war, fand sich bei einer norwegischen Vierfach-Führung zur Halbzeit überraschend auf Platz 18 wieder. Sie bestätigte ihre Leistung im zweiten Durchgang. "Ich hatte richtig schöne zwei Wochen und habe einen coolen Sprung zum Abschluss gezeigt." Die hoch ambitionierte Mühlbacher haderte mit ihrer Olympia-Premiere. "Logisch ist es nicht das, was ich drauf habe oder zeigen wollte. Es war von Anfang an der Hund drin - schaut aus, als wäre es nicht unser Pflaster da", sagte die 21-Jährige.
Hoffen auf ÖSV-Männer im Super-Team
Damit bleibt der neue Super-Team-Bewerb der Männer bleibt am Montag die letzte Chance für die Springer-Sparte, um im sechsten Bewerb in Italien doch noch die erste Medaille zu holen.
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