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Manchester-United-Boss will Team loswerden

10.05.2026

Jim Ratcliffe zählt mit einem geschätzten Vermögen von 15,5 Milliarden Euro zu den reichsten Briten und investiert viel Geld in Sport, nun hat er allerdings scheinbar genug und will sich zurückziehen.

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Briten-Milliardär Jim Ratcliffe investierte in der Vergangenheit mit seiner INEOS viel in den Sportbereich. Als Miteigentümer von Manchester United, der Heimat des 73-jährigen Unternehmers, dem Formel-1-Team von Mercedes, dem eigenen Rad-World-Tour-Teams, einer eigenen Segelflotte ist die Firma weltweit präsent.

Auch den Marathon-Weltrekord-Versuch von Eliud Kipchoge in Wien finanzierte man. Nun dürfte Ratcliffe allerdings nach sieben Jahren das Interesse an einem seiner Prestige-Projekte verlieren.

Während man mit Manchester United langsam wieder in Richtung Spitze schielt, stagnieren die Leistungen beim Rad-Team. Trotz Superstars, wie Ex-Tour-Sieger Egan Bernal oder Filippo Ganna, ist die Dominanz des britischen Rennstalls lange vorbei.

Erfolgs-Ära ist vorbei

Hatte man früher Tour-Favoriten, wie Chris Froome oder Geraint Thomas in den eigenen Reihen, musste man zuletzt zusehen, wie vor allem das Team UAE mit Tadej Pogacar oder Visma-Lease-a-Bike mit Jonas Vingegaard den Rang abgelaufen hatte.

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Ab Mai hatte man bereits den Titel als Hauptsponsor an Netcompany abgetreten, die mit noch mehr finanziellen Mitteln den Großangriff planen. Doch es kommt noch schlimmer, der neue Co-Besitzer Tom Hill gab zu, dass man für die kommende Saison einen neuen Co-Sponsor sucht, um INEOS zu ersetzen.

"Wir suchen nach einem zweiten Partner", gab er zu. Ratcliffe dürfte das Interesse an seinem ehemals erfolgreichen Spielzeug verloren haben. Damit dürfte ers sich zukünftig noch mehr um seine Aufgaben bei Manchester United kümmern, um mit seinem Herzensprojekt auch international wieder an die Spitze zurückkehren zu können.  

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