Als Vorbereitung
China schickt Astronauten für Rekord-Jahr ins All
24.05.2026China hat drei neue Raumfahrer auf den Weg zu seiner Raumstation "Tiangong" geschickt.
Das Raumschiff "Shenzhou 23" hob mit einer Trägerrakete vom Typ "Langer Marsch 2F" vom Raumfahrtzentrum Jiuquan im Nordwesten Chinas ab, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. An Bord sind Zhu Yangzhu, Zhang Zhiyuan und Li Jiaying. Li Jiaying ist laut Raumfahrtbehörde CMSA die erste Person aus Hongkong, die an einer chinesischen Raumfahrtmission teilnimmt.
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Die Crew soll auf der Raumstation die derzeitige Besatzung mit Zhang Lu, Wu Fei und Zhang Hongzhang ablösen. Nach dem Start sollte das Raumschiff voraussichtlich innerhalb weniger Stunden an der Station andocken.
Erstmals für ein ganzes Jahr auf der Station
Erstmals soll zudem ein chinesischer Raumfahrer rund ein Jahr im All auf der Station bleiben. Welches Mitglied der neuen Crew dafür ausgewählt wird, soll erst im Verlauf der Mission im Orbit entschieden werden. China will mit dem längeren Aufenthalt unter anderem untersuchen, wie sich Langzeitmissionen auf den menschlichen Körper auswirken.
Die Mission ist Teil des regelmäßigen Besatzungswechsels auf der chinesischen Raumstation. Die nun abzulösende Crew hat nach Angaben der Behörden bereits 203 Tage im All verbracht und dürfte damit einen Rekord für die längste Einzeleinsatzdauer einer chinesischen Astronautencrew aufstellen.
Vorbereitung für Mondlandung
Hintergrund ist auch ein zunehmender Wettlauf zum Mond mit den USA. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will bereits 2028 wieder Menschen auf dem Mond landen. Washington hat Peking vorgeworfen, eine Kolonisierung und Ausbeutung des Mondes zu planen, was die Regierung in Peking jedoch entschieden zurückgewiesen hat. Die USA wollen eine langfristige Präsenz auf dem Mond als Sprungbrett für die spätere Erforschung des Mars errichten.
Für die Mondmission bis 2030 muss China noch neue Raketen und Raumfahrzeuge entwickeln und testen. Die Shenzhou-23-Mission soll nun wichtige Manöver wie ein autonomes Andockverfahren erproben. Zudem sollen die physiologischen und psychologischen Auswirkungen des langen Aufenthalts im All untersucht werden, darunter die Strahlenbelastung, der Verlust von Knochendichte und der psychologische Stress. Langfristig plant China, bis 2035 gemeinsam mit Russland eine ständige Basis auf dem Mond zu errichten.