Anstieg
Ölpreise gehen weiter durch die Decke
03.03.2026Die Ölpreise sind am Dienstag den dritten Tag in Folge gestiegen, nachdem der Iran gedroht hat, auf jedes Schiff zu feuern, das versucht, die Straße von Hormuz zu durchfahren.
Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar (67,39 Euro) je Barrel. US-Leichtöl WTI legte um ein Prozent auf 71,97 Dollar zu. Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden erklärte laut iranischen Medien, die Meerenge sei geschlossen.
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Versicherer haben ihre Deckung für Schiffe in der Region gestrichen. Der unter honduranischer Flagge fahrende Tanker "Athe Nova" brenne nach einem Drohnenangriff, meldeten iranische Nachrichtenagenturen.
Weiterer Preisanstieg erwartet
Analysten rechnen in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Preisen. Die Investmentbank Bernstein hob ihre Brent-Prognose für 2026 von 65 auf 80 Dollar an und sieht im Extremfall eines längeren Konflikts sogar 120 bis 150 Dollar. Saudi-Arabien musste nach einem Drohnenangriff seine größte Raffinerie schließen. Am Montag hatte Brent zeitweise um bis zu 13 Prozent zugelegt und bei 82,37 Dollar den höchsten Stand seit Jänner erreicht, bevor sich die Gewinne auf 5,5 Prozent reduzierten. Die US-Dieselpreise erreichten ein Zweijahreshoch, europäisches Gasöl verteuerte sich um 2,7 Prozent.
An den Börsen profitierten am Montag vor allem Reedereien von der Krise. Die Aktien von Maersk gewannen fast acht Prozent, Hapag-Lloyd 6,4 Prozent. Beide Container-Reedereien haben Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormuz ausgesetzt und leiten ihre Schiffe um Afrika herum. Durch die Meerenge werden täglich etwa 17 Millionen Barrel Öl transportiert, was rund 20 Prozent der weltweiten Produktion entspricht. Laut Schiffsdaten lagen am Sonntag mehr als 200 Schiffe vor der gesperrten Meerenge vor Anker.