Nahost

Papst Leo XIV. trauert um getöteten Priester im Libanon

09.03.2026

Das Land ist ein multikonfessioneller Staat

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Papst Leo XIV. hat angesichts der Bombardierungen der vergangenen Tage im Nahen Osten sein tiefes Mitgefühl für die Opfer ausgedrückt. Das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken denke an die vielen Unschuldigen, darunter zahlreiche Kinder, sowie an diejenigen, die ihnen Hilfe geleistet hätten, teilte der Heilige Stuhl Montagabend bei Telegram mit. Leo bete dafür, dass die Feindseligkeiten so bald wie möglich ein Ende finden.

Besonders erwähnt wird in der Mitteilung des Vatikans der libanesische Priester Pierre al-Rai, der nach Angaben aus dem Libanon bei einem Angriff von Israels Militär auf das christliche Dorf Klajaa im Süden des Landes getötet wurde. Der Bürgermeister des Ortes, Hana Daher, sagte, dass zunächst ein Haus im Ort getroffen worden sei. "Wir eilten mit dem Priester zu dem Mann und der Frau im Haus", sagte er. Daraufhin sei das Haus erneut angegriffen worden. Der Priester sei dabei getötet worden.

Die israelische Armee gab an, eine "Hisbollah-Terrorzelle" in dem Gebiet im Südlibanon entdeckt zu haben. Daraufhin habe ein Kampfjet angegriffen.

Der Libanon ist ein multikonfessioneller Staat: Die Bevölkerung des Libanons setzt sich aus mehreren religiösen Gruppen zusammen, neben sunnitischen und schiitischen Muslimen leben dort auch Christen. Erst im Dezember reiste Leo für seine erste Auslandsreise als Papst in den Libanon. Er besuchte dort verschiedene christliche Orte und Stätten. In dem von Krieg und Krisen gebeutelten Land rief er mehrfach nachdrücklich zum Frieden auf.

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