Katastrophe

Schon 300 Tote bei Tornado-Serie in USA

29.04.2011

Präsident Obama kündigte an ins Katastrophengebiet zu fliegen.

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© EPA
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Bei einer der schlimmsten Tornado-Serien seit Jahrzehnten sind im Süden der USA fast 300 Menschen ums Leben gekommen. Wie der US-Sender CNN berichtete, wurden bis zum späten Donnerstagabend (Ortszeit) mindestens 285 Leichen geborgen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP kamen in den mehrtägigen Unwettern mindestens 295 Menschen um.

Mehrere Staaten betroffen
Am schlimmsten betroffen war der US-Staat Alabama, wo nach Angaben der Behörden allein 198 Menschen durch die Wirbelstürme starben. 1.700 weitere seien dort verletzt worden. Auch in fünf weiteren Bundesstaaten gab es Todesopfer. Fast eine Million Haushalte war ohne Strom.

Streckenweise fegten die Wirbelstürme mit über 300 Stundenkilometern über das Land. Meteorologen zählten insgesamt über 150 Tornados. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Bewohner und Rettungskräfte suchen weiter unter den Trümmern nach Überlebenden. Mehr als 10.000 Menschen sind obdachlos.

Obama erschüttert
Präsident Barack Obama zeigte sich erschüttert: "Der Verlust an Menschenleben ist herzzerreißend", sagte er im Weißen Haus. Es handle sich um die schwersten Wirbelstürme seit Jahrzehnten. Der Präsident sagte den Menschen Hilfe zu. Die Regierung lasse die Betroffenen beim Wiederaufbau nicht allein. Obama wollte am Freitag in das Katastrophengebiet nach Alabama reisen.

AKW abgeschaltet
Durch den Sturm wurde in Alabama ein Atommeiler nahe Athens von der Stromversorgung abgeschnitten. Die drei Reaktoren schalteten sich automatisch ab.

Epizentrum der Katastrophe war Tuscaloosa: Ein riesiger Tornado fegte mit einer Breite von 1,5 Kilometern über die Stadt. "Es war ein Monster", sagte ein Augenzeuge. Innerhalb von Minuten machte der Wirbelsturm ganze Straßenzüge dem Erdboden gleich. Autos wurden durch die Luft gewirbelt. "Es ist ein Chaos", sagte eine Überlebende.

Dutzende Todesopfer und schwere Verwüstungen gab es auch in den Staaten Mississippi, Arkansas, Georgia und Tennessee. Fünf Menschen starben in Virginia. Siedlungen wurden zerstört. In Alabama, Mississippi und Georgia wurde der Notstand ausgerufen.

Die Schäden seien derart enorm und so weit verbreitet, dass es wahrscheinlich Tage dauern werde, bis das Ausmaß der Katastrophe abzusehen sei, sagte Alabamas Gouverneur Robert Bentley.

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