All-Spektakel

Meteorit raste mit 119.000 km/h über Kanada

30.03.2026

Ein gewaltiger Lichtblitz und ein donnernder Knall versetzten die Menschen in der kanadischen Provinz British Columbia in Staunen, als ein massiver Meteorit die Erdatmosphäre durchbrach.

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Das seltene Naturereignis spielte sich am Mittwoch, 4. März 2026, gegen 21:10 Uhr Ortszeit ab. Zahlreiche Bewohner der Region Vancouver sowie auf Vancouver Island blickten irritiert nach oben, als der Nachthimmel für einen kurzen Moment intensiv aufleuchtete. Eine grelle Spur zog von West nach Ost, gefolgt von einem lauten Knall. Überwachungskameras hielten fest, wie Straßen und Dächer schlagartig hell wurden – Zeugen sprachen von einem "Blitz ohne Gewitter".

Der Himmelskörper raste mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von rund 119.000 km/h durch die Atmosphäre. Das entspricht etwa 33 Kilometern pro Sekunde, ein Wert, den herkömmliche Raketen bei weitem nicht erreichen. Die Leuchtspur begann in einer Höhe von rund 98 Kilometern und erstreckte sich über eine Strecke von etwa 71 Kilometern, bevor sie in rund 65 Kilometern Höhe schließlich erlosch.

Heller als eine Sternschnuppe

Aus astronomischer Sicht handelte es sich nicht um eine gewöhnliche Sternschnuppe, sondern um eine sogenannte Feuerkugel. Während normale Sternschnuppen oft nur sandkorngroß sind, vergleichen Fachleute dieses Objekt mit der Größe eines Softballs. Durch das enorme Tempo wurde die Luft vor dem Gesteinsbrocken extrem verdichtet und aufgeheizt, was zu der enormen Helligkeit führte, die laut Augenzeugen sogar mit dem Licht einer Vollmondnacht konkurrieren konnte.

Ursache für den Knall

Besonders viel Verwirrung stiftete der laute Überschallknall, der kurz nach der Lichterscheinung auftrat. Da sich der Meteorit schneller als der Schall bewegte, bildete sich eine Stoßwelle, ähnlich wie bei einem Kampfflugzeug, das die Schallmauer durchbricht. Wenn diese Welle den Boden erreicht, wird sie von Menschen als kräftiges Explosionsgeräusch oder Donner wahrgenommen. In diesem Fall lieferte das Phänomen wertvolle Daten für die Forschung, während es in der Region für reichlich Gesprächsstoff sorgte.