Kitzbühel-Auftakt

Abgefertigt! Ofner scheitert klar an Molcan

© APA/EXPA/ JOHANN GRODER
Drei Jahre nach seinem Albtraummatch gegen Alex Molcan verlor Sebastian Ofner auch diesmal beim Kitzbühel-Auftakt gegen den Slowaken.
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Diesmal war Österreichs Nummer 1 mit 4:6, 4:6 ohne Chance. Nach 68 Minuten war alles vorbei. Ofi enttäuscht: "Es ist zach im Moment. Ich brauch noch ein paar Matches, bis ich wieder das Vertrauen in mein Spiel krieg."

Das bedeutet somit zum vierten Mal en suite eine Auftaktniederlage in der Gamsstadt. Damit ist aus Österreich von den vier ÖTV-Spielern nur noch Jurij Rodionov im Einzel-Achtelfinale am Mittwoch dabei.

Ofner hatte Albtraumniederlage "im Kopf"

"Natürlich hab ich dieses Match im Kopf", hatte sich Ofner im ServusTV an die bittere Niederlage gegen Molcan von 2023 erinnert. Damals hatte Ofner bei 6:4 und 5:0 zwei Matchbälle vergeben und die Partie mit 6:4, 5:7, 6:7 verloren.

Österreichs aktuelle Nummer eins bzw. 124 im ATP-Ranking musste gleich im Auftaktgame seinen Aufschlag abgeben und zum 2:5 ein zweites Mal. Zwar verkürzte er dann noch auf 4:5, nach 32 Minuten war Satz eins dann aber Geschichte. Im zweiten Durchgang gelang Molcan ein Break zum 2:1. Danach war der Zwei-Satz-Sieg des Weltranglisten-81. nicht mehr gefährdet.

Neuer Anlauf auf Hartplatz mit vielen Qualis

Jetzt folgt für Ofner die Hartplatzsaison mit vielen Qualifikationen Großen Handlungsbedarf sieht Ofner allerdings auch nicht. "Ich werde ein, zwei Tage nicht viel machen, dann geht es auf Hardcourt. Ich werde die Kanada-Amerika-Tour spielen."

Bei den ATP-1000-Turnieren in Montreal und Cincinnati ebenso wie bei den US Open wird sich der 30-jährige Steirer in der Qualifikation versuchen, dazwischen sind Challenger in Cancun und Quebec eingeplant.

Seine Saisonzwischenbilanz vor Beginn der Hartplatzsaison sieht er dennoch positiv. "Bis auf die letzten zwei Wochen war das schon eine recht solide Saison. Ich habe knapp 480 Punkte bisher. Das Ziel sind die Top 100, das sind noch 150 bis 200 Punkte. Ich habe noch etliche Turniere, das ist ein mehr als realistisches Ziel."

Im ATP-Race 2026 liegt Ofner aktuell auf Platz 89. Als einen Höhepunkt in diesem Jahr sieht er auch noch den Davis Cup gegen Belgien Mitte September. "Heim-Davis-Cup ist immer was Besonderes, aber wir haben ein unglaublich toughes Team als Gegner. Das wird richtig schwierig."

Für ein rot-weiß-rotes Erfolgserlebnis hatte zuvor Doppel-Vorjahresfinalist Joel Schwärzler mit Lukas Neumayer gesorgt. Das ÖTV-Duo besiegte die brasilianisch-australische Paarung Fernando Romboli/John-Patrick Smith 6:4,7:5. Schwärzlers Vorjahrespartner Neil Oberleitner schied an der Seite von Petr Nouza (CZE) hingegen aus.