Lebensmittelvergiftung
Achtung: Diese Lebensmittel sollten Sie im Urlaub meiden
Das All-inclusive-Armband sitzt, der Hunger ist groß und das üppige Hotelbuffet lockt mit einer riesigen Auswahl. Endlich einmal nicht selbst kochen, sondern nach Herzenslust schlemmen und neue Gerichte probieren. Doch genau hier ist Vorsicht geboten. Werden Speisen nicht richtig gelagert, können sie schnell zur Brutstätte für Bakterien werden. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie um diese vermeintlichen Leckerbissen am Buffet einen großen Bogen machen.
Vorgeschnittenes Obst
Ein frisch geschnittener Obstsalat lacht Sie an? Finger weg! Sobald Melonen, Papayas und Co. aufgeschnitten auf dem Buffet liegen, verliert das Fruchtfleisch seine natürliche Schutzhülle. Warme Raumtemperaturen machen aufgeschnittenes Obst zum perfekten Nährboden für krankheitserregende Keime wie E. coli-Bakterien oder Salmonellen. Greifen Sie lieber zu Obst, das Sie selbst frisch schälen können, wie etwa Bananen oder ganze Orangen.
Salate und Rohkost
So gesund ein bunter Salat zu Hause auch sein mag, im Ausland ist er mitunter ein Risiko. Rohes Gemüse und frische Blattsalate werden oft nur mit ganz normalem Leitungswasser gewaschen. Genau dort tummeln sich in vielen Urlaubsregionen Keime, an die unser mitteleuropäischer Magen-Darm-Trakt nicht gewöhnt ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Rohkost links liegen und genießt stattdessen gekochtes oder gebratenes Gemüse. Anders sieht es in Ländern aus, in denen das Leitungswasser bedenkenlos trinkbar ist: Dort ist auch der Verzehr von Salaten und anderem rohen Gemüse in der Regel unproblematisch.
Kaltes Fleisch, Wurst und weiche Eier
Ein Croissant mit Schinken und Käse gehört für viele zum perfekten Start in den Urlaubstag. Doch Aufschnitt, der über längere Zeit bei Raumtemperatur lagert, birgt ein hohes Kontaminationsrisiko. Unzureichend gekühlte Milchprodukte und Fleischwaren sind ein regelrechtes Paradies für Listerien und andere Erreger. Auch bei rohen Eiern, sehr weich gekochten Frühstückseiern oder nicht vollständig durchgebratenem Rührei sollten Sie vorsichtig sein.
Roher Fisch und Meeresfrüchte
Sushi am Hotelpool? Rohe Austern am Abend? Tun Sie es lieber nicht. Roher Fisch und rohes Fleisch verderben bei warmen Temperaturen extrem schnell und können schwere Infektionen auslösen. Greifen Sie am Buffet lieber zu tierischen Produkten, die beim "Live-Cooking" frisch vor Ihren Augen richtig heiß durchgebraten oder gekocht werden.
Im Cocktailglas: Eiswürfel
Ein eiskalter Drink gehört zum Urlaubsfeeling einfach dazu. Das Problem: Die Eiswürfel werden in der Regel aus dem örtlichen Leitungswasser hergestellt. Da hygienisch einwandfreies Trinkwasser in vielen Tourismusgebieten leider keine Selbstverständlichkeit ist, sollten Sie Eiswürfel und auch offenes Speiseeis lieber meiden. Übrigens: Auch zum Zähneputzen im Hotelzimmer empfiehlt es sich, Wasser aus abgefüllten Flaschen zu verwenden.
Das Vorlegebesteck
Nicht nur das Essen selbst, auch das Verhalten der anderen Urlauber hat Auswirkungen auf die Hygiene am Buffet. Fehlendes Händewaschen nach dem Toilettengang führt schnell zur Übertragung von Keimen über die gemeinsamen Vorlegebestecke. Unser Tipp: Waschen und desinfizieren Sie sich vor jedem Gang zum Buffet gründlich die Hände.
Eine kleine Portion Vorsicht am Buffet schränkt den Genuss keineswegs ein, sondern rettet Ihnen im Ernstfall wertvolle Urlaubstage.