Iran-Friede?
ATX knackt Rekordhoch
Neue Hoffnungen auf eine Einigung im Nahen Osten haben dem ATX am Freitag zu einem neuen Rekordhoch verholfen. In den ersten 40 Handelsminuten stieg der österreichische Leitindex um 2,06 Prozent auf 6.198,04 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 2,03 Prozent auf 3.057,12 Zähler hinauf. Auch im europäischen Umfeld stiegen die Kurse an, der Brent-Ölpreis fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte April.
US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend zuvor angekündigte Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. Mittlerweile bestätigte auch der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai, dass ein entsprechender Text vor der Fertigstellung stehe.
Turbo für Wiener Börse
Angesichts der neuen Hoffnungen griffen Anleger europaweit bei zyklischen Werten zu und davon profitierte der ATX. Gesucht waren im frühen Handel Bank-, Industrie- und Bauwerte. Erste Group, BAWAG und RBI zogen jeweils um gut zwei Prozent an. Wienerberger kletterten 4,9 Prozent hoch. Einzige Verlierer im Leitindex waren die Ölaktien OMV, die um 1,5 Prozent nachgaben.
DO&CO hebt ab:
Do&Co zogen um weitere neun Prozent auf 210,50 Euro an und erreichten so den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Krieges. Neben der Hoffnung auf eine Belebung des Flugverkehrs im Nahen Osten hatten die Titel zuletzt auch von Quartalszahlen profitiert. In Reaktion auf letztere hoben nun die Berenberg-Analysten ihr Kursziel von 260 auf 265 Euro an und bekräftigten ihre Kaufempfehlung. Der Caterer sei trotz Nahost-Unsicherheit gut aufgestellt, um robustes Wachstum zu erzielen und die Rentabilität zu steigern, begründete Berenberg-Experte Christoph Greulich.
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EVN stachen im verhaltenen Sektorumfeld mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent auf 29,40 Euro positiv hervor. Die Erste Group hob ihr Kursziel für die Aktien von 35,50 auf 36,00 an und bestätigte die Kaufempfehlung. Der zuständige Experte Christoph Schultes erwartet fürs Gesamtjahr Ergebnisse am oberen Ende der vom Unternehmen prognostizierten Spanne.