Sportlich könnten die Welten vor dem Duell in der Generali-Arena (So., 17 Uhr/live ORF, Sky & im OE24-Live-Ticker) aktuell kaum weiter auseinanderliegen.
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Wie gefährlich ein Wiener Derby selbst für den Favoriten sein kann, das erfuhr ORF-Experte Peter Stöger in der letzten Saison am eigenen Leib.
Underdogs wissen im Derby zu überzeugen
Als Tabellenführer und mit fünf Siegen aus sieben Spielen ging der Rapid-Trainer hinein, wo ihm der Fünfte eine 1:3-Pleite aufbrummte. Von da an ging es nur mehr bergab.
Es ist eine von vielen Geschichten, die unterstreicht, wieso die Fans des favorisierten Teams oft mit großer Nervosität in das Städteduell gehen. In den letzten 24 Derbys (seit 2018/19) gewann die besser platzierte Mannschaft zehnmal, bei vier Niederlagen. Aber eben auch zehn Unentschieden, die für den Underdog oft auch einen Erfolg darstellen.
Hoff Thorups Mannes zuletzt unaufhaltsam
Allerdings überzeugten die beiden Wiener in den letzten Jahren kaum so, wie es aktuell bei Rapid der Fall ist.
Das Team von Johannes Hoff Thorup kontrolliert den Ball und damit die Gegner, was zur besten Offensive und zur zweitbesten Defensive der Liga führt.
Von übertriebener Euphorie hält der Rapid-Trainer trotz zuletzt sieben Siegen en suite wenig. "Wir haben Ende Oktober, da sind wir noch weit weg davon, einen Titel zu gewinnen", meinte der Däne. Dieser Ansicht schloss sich Geschäftsführer Markus Katzer an. "Wir sind nicht nur Rekordmeister, sondern auch Zwischenstandsweltmeister", scherzte der Ex-Profi.
Hoff Thorup ist sich bei der Spielweise des Gegners aufgrund des Trainerwechsels unsicher, betonte aber: "Es kommt auf unsere Performance an."
Uhlig warnt: "Nicht vor Angst erstarren"
Ein echter Trainereffekt blieb unter Interimscoach Maximilian Uhlig mit dem Cup-Aus gegen Hartberg vorerst aus. Nun will der 33-Jährige beim Tabellenelften im Derby "den Turnaround zu schaffen".
In diesem ist die Austria seit vier Partien ohne Pleite (3S, 1U). Uhligs Plan: "Wir wollen versuchen, ihnen ihre Stärken zu nehmen und die Punkte auszunutzen, in denen sie nicht so gut sind."
Außerdem dürfen die Spieler "nicht vor Angst erstarren", sondern sich "für die Austria zerreißen." Kleiner Vorteil: Auswärtsfans sind keine dabei.