XXL-Verspätung

Ballon d'Or wird zur totalen Pannen-Show

© APA/AFP/FRANCK FIFE
Der 70. Ballon d'Or sorgte schon im Vorfeld der Zeremonie für jede Menge Gesprächsstoff.
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Erstmals wird die 70. Ausgabe des Ballon d'Or, der Wahl zum Fußballer des Jahres, heuer in London verliehen. Doch noch bevor die eigentliche Zeremonie begann, uferte die Veranstaltung zur XXL-Pannenshow aus.

Schon Stunden, bevor sich die Stars des Fußballs am Roten Teppich des London Palladium tummelten, sorgten die Verantwortlichen für Wirbel. Plötzlich wurden drei Sieger-Artikel der Top-Favoriten Lamine Yamal, Harry Kane und Kylian Mbappé veröffentlicht. Nach wenigen Minuten wurden diese wieder offline genommen und die Ballon-d'Or-Bosse mussten sich in einer öffentlichen Stellungnahme entschuldigen.

Doch das war erst der Anfang. Schon während die Gäste des Abends eintrudelten, herrschte rund um den prunkvollen Saal großes Chaos. Obwohl der Bereich rigoros abgeriegelt war, versuchten zahlreiche Fans, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden und sich Zugang zu verschaffen, die Polizei musste einschreiten.

Start verzögert

Als dann alles unter Kontrolle war, fieberten alle Fans dem Start der Zeremonie um 21.00 Uhr entgegen. Doch wer genau hier erst einschaltete, wurde enttäuscht. Die Stars, die mit Bussen zu der Veranstaltung transportiert wurden, waren noch nicht einmal auf ihren Plätzen. Grund dafür war das erhöhte Verkehrsaufkommen in der britischen Metropole.

Aus der angekündigten 30-Minuten-Verzögerung wurden dann unglaubliche 50 Minuten. Exakt um 20.49 Uhr begrüßten Kate Scott und Thierry Henry die Gäste im Raum und vor den Bildschirmen. Und auch bei der ersten Preisübergabe ging die Pannenserie weiter. Lamine Yamal wurde zum besten U21-Spieler gekürt, als er seine Dankesrede halten wollte, fehlte allerdings der Dolmetscher.

Der Barca-Star bedankte sich auf Spanisch und tausende Fans fragen sich bis jetzt, was er wohl gesagt hatte, denn es gab keine Übersetzung. Immerhin dieses Problem konnte gelöst werden, bei der besten jungen Spielerin Vicky, die ebenfalls in den Reihen des FC Barcelona unter Vertrag steht, funktionierte wenigstens die Übersetzung.