Die Vergabe des Ballon d'Or 2026 sorgt im Vorfeld für massive Unruhe im europäischen Spitzenfußball. Der FC Barcelona erwägt offenbar einen Boykott der offiziellen Ehrung am Montag.
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Hintergrund des drohenden Eklats sind angebliche Informationen über den Ausgang der prestigeträchtigen Wahl. Wie das Portal "MatchDay Central" berichtet, sei den Verantwortlichen des katalanischen Traditionsklubs zugetragen worden, dass kein einziger Akteur aus Spaniens siegreicher Weltmeister-Mannschaft die ersten beiden Ränge des Klassements belegt. Bei den Katalanen stößt dieses angebliche Votingergebnis auf völliges Unverständnis.
Die Vereinsführung empfindet die vermutete Rangliste als grobe Ungerechtigkeit gegenüber den spanischen Leistungsträgern. Superstar Lamine Yamal gilt nach einer herausragenden Saison und der Krönung bei der WM in den USA als einer der heißesten Anwärter auf die prestigeträchtige Trophäe. Dass der Offensivstar nun nicht unter den besten zwei Spielern der Welt aufscheinen soll, sorgt im Camp Nou für Aufregung.
Barcelona macht es wie Real Madrid
Sollte Barcelona die Drohung tatsächlich wahr machen, würde sich die Geschichte wiederholen. Im Jahr 2024 hatte ausgerechnet Erzrivale Real Madrid für einen Aufschrei gesorgt, als die gesamte Delegation der "Königlichen" die Veranstaltung im letzten Moment schwänzte. Damals war im Voraus durchgesickert, dass nicht Real-Stürmer Vinícius Júnior, sondern Manchester-City-Stratege Rodri den Goldenen Ball gewinnen würde.
Nun droht der Gala im London Palladium eine ähnliche Protestaktion – diesmal initiiert von der Gegenseite. Spanien hatte sich im Endspiel der Weltmeisterschaft 2026 mit einem dramatischen 1:0-Triumph über Argentinien den WM-Titel gesichert. Dass dieser Erfolg bei der Wahl der weltbesten Einzelkönner offenbar zu wenig Gewicht haben könnte, heizt die Debatte um die Glaubwürdigkeit der Wahl weiter an.
Noch ist die Entscheidung der Katalanen nicht in Stein gemeißelt. Offiziell hat der FC Barcelona bisher keine Stellungnahme abgegeben oder einen Verzicht auf die Teilnahme verkündet. Die finale Enthüllung der Resultate und die offizielle Verleihung finden am 26. Oktober im London Palladium statt. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Wogen geglättet werden können oder der Weltfußball den nächsten Boykott auf offener Bühne erlebt.