Wetter-Prognose

Bauernregel: "Ist der Juni warm und nass, ..."

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Der Juni gilt seit jeher als einer der wichtigsten Monate im bäuerlichen Jahreslauf.

Die Entwicklung von Getreide, Wiesen und Weinbergen hängt nun stark vom Wetter ab. Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Bauernregeln mit diesem Monat beschäftigen. Besonders häufig geht es dabei um Wärme, denn sie wurde als entscheidender Faktor für Wachstum und Ernteerfolg angesehen.

Die wichtigsten Regeln

  • Eine bekannte Bauernregel lautet: "Soll gedeihen Korn und Wein, muss im Juni Wärme sein." Sie bringt auf den Punkt, welche Bedeutung warme Temperaturen für die Landwirtschaft haben. Getreide und Weinreben benötigen in dieser Phase ausreichend Wärme, um ihr Wachstum fortzusetzen und die Grundlage für eine gute Ernte zu schaffen. Die Regel spiegelt damit die Beobachtung wider, dass ein kühler Frühsommer die Entwicklung vieler Kulturpflanzen bremsen kann.
  • Besonders interessant ist die Bauernregel: "Ist der Juni warm und nass, gibt’s viel Korn und noch mehr Gras." Sie verweist darauf, dass nicht allein die Wärme entscheidend ist. Treffen angenehme Temperaturen auf regelmäßige Niederschläge, entstehen ideale Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Während das Korn auf den Feldern von der Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit profitiert, wachsen Wiesen und Weiden unter solchen Bedingungen oft besonders üppig. Das erklärt auch den zweiten Teil der Regel: Das Gras reagiert meist noch schneller auf ausreichende Feuchtigkeit und kann in warmen Regenperioden stark zulegen. Für Bauern bedeutete dies reichlich Futter für ihre Tiere und damit eine wichtige Grundlage für die Viehhaltung.
  • In dieselbe Richtung weist die Regel: "Juni, feucht und warm, macht keinen Bauern arm." Auch hier wird deutlich, dass ein ausgewogenes Verhältnis von Wärme und Niederschlag als besonders günstig angesehen wurde. Ein solcher Witterungsverlauf versprach gute Erträge auf Feldern und Wiesen und damit eine sichere wirtschaftliche Grundlage für den Hof.

Die Bauernregeln zeigen, wie aufmerksam frühere Generationen die Natur beobachteten. Auch wenn sie keine wissenschaftlichen Wettervorhersagen ersetzen, beruhen sie auf Erfahrungen, die über viele Jahrzehnte weitergegeben wurden. Gerade die Verbindung von Wärme und ausreichender Feuchtigkeit wird in den Juniregeln immer wieder hervorgehoben. Ein warmer und zugleich ausreichend nasser Juni galt daher als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernte und für üppiges Wachstum auf den Wiesen.