Neuer Gemeindebau

Baustellen-Zoff im 22. Bezirk: Anrainer fordern weniger Miete

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Ein neuer Gemeindebau in der Donaustadt sorgt schon vor seiner Fertigstellung für Ärger unter den Anrainern.

In der Bernoullistraße laufen seit Anfang April die Arbeiten für ein neues Wohnprojekt mit 88 geförderten Gemeindewohnungen - sehr zum Ärger der direkten Nachbarschaft. Für das Bauvorhaben mussten nämlich 27 Bäume gefällt werden, zudem fielen Parkplätze weg. Laut ORF beklagen die Anrainer aber vor allem die Belastung durch die laufenden Arbeiten: Staub und Lärm würden ihren Alltag bestimmen.

Die Unzufriedenheit hat inzwischen konkrete Formen angenommen. Bereits 130 Personen haben eine Petition unterschrieben. Bewohner eines angrenzenden Gemeindebaus verlangen sogar eine Reduktion ihrer Miete für die Dauer der Bauarbeiten. Wiener Wohnen zeigt sich zwar gesprächsbereit, macht aber deutlich, dass es keinen automatischen Anspruch auf eine Mietminderung gibt. Stattdessen soll jeder Fall einzeln geprüft werden.

Drei neue Wohngebäude geplant

Geplant sind insgesamt drei neue Wohngebäude mit Wohnungen von einem bis fünf Zimmern. Zusätzlich entsteht ein Kindergarten auf zwei Stockwerken. Als Ausgleich für die gefällten Bäume sollen nach Angaben von Wiener Wohnen 50 neue Bäume gepflanzt werden.

Die Kellerarbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Bis die ersten Bewohner einziehen können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Die Fertigstellung des Projekts ist erst für Sommer 2028 vorgesehen. Um die Wogen zu glätten, werden künftig regelmäßige Sprechstunden im Grätzl angeboten, bei denen Betroffene ihre Anliegen direkt vorbringen können.