Keine Nulllohnrunde

Budget: Politikergehälter sollen um ein Prozent steigen

© APA/HELMUT FOHRINGER
Die Regierung friert die Parteienförderung ein. Bei den Politikergehältern steigt man zumindest auf die Bremse.

Wie von oe24 berichtet, friert die Regierung die Parteien-, Klub- und Akademieförderung ein. Zuvor gab es - von ÖVP und SPÖ - Überlegungen, zumindest die Parteienförderung zu erhöhen. Die NEOS waren dagegen.

Nachdem oe24 über die Erhöhungs-Überlegungen berichtete, stieg der öffentliche Druck - vor allem die FPÖ übte scharfe Kritik - und die Parteien ruderten zurück. Jetzt werden die Förderungen für 2027 und 2028 eingefroren.

Gehaltspyramide aus den Fugen

Bei den Politikergehältern sieht die Sache anders aus. Zuletzt hatte es für die Spitzenpolitikerinnen und -Politiker - also Nationalräte, Regierungsmitglieder, Bundespräsidenten und Co. - mehrere Nulllohnrunden gegeben.

So viel verdienen die Politiker brutto
Der Bundeskanzler verdient 23.840 Euro brutto. Der Bundespräsident kommt auf 26.701 Euro.
Ein Minister verdient aktuell rund 19.072 Euro, ein Staatssekretär 17.165 Euro.
Klubobleute kommen auf ein Salär von 16.211 Euro brutto.
Ein Nationalratsabgeordneter verdient derzeit 10.351,39 Euro brutto.
Eine Erhöhung um ein Prozent würde bei einem Nationalratsabgeordneten ungefähr 100 Euro Plus (brutto) bedeuten.

Das hat dazu geführt, dass manche Landeshauptleute - über die Erhöhungen auf Landesebene entscheiden die Länder - mittlerweile fast gleich viel wie der Kanzler verdienen, einige Landesräte fast so viel wie Minister. Die ursprünglich angedachte Gehaltspyramide ist damit längst aus den Fugen geraten.

Polit-Gehälter sollen um ein Prozent steigen

Grundsätzlich ist gesetzlich auch vorgesehen, dass die Politikergehälter jährlich valorisiert werden.

Wie die APA nun aus Regierungskreisen erfuhr, sollen die Gehälter 2027 zumindest um ein Prozent steigen. Damit liegt man unter der Inflation - bremst also - zieht aber keine vollständige Nulllohnrunde ein.

Polit-Gehälter verloren extrem an Wert

Durch die zahlreichen Nulllohnrunden, die sich die Politikerinnen und Politiker selbst verhängt haben, ist die Kaufkraft extrem gesunken. Der Kanzler müsste - inflationsbereinigt und ohne Nulllohnrunden - bereits über 30.000 Euro brutto verdienen. Ministergehälter verloren rund 7.000 Euro an Wert.