Skurriler Food-Trend

Butter statt Schokolade: Dieser irre Eis-Trend aus den USA spaltet das Netz

© Screenshot Instagram
Das Internet hat einen neuen, verrückten Food-Trend, der die Gemüter heftig erhitzt. Beim "Butter-Dipped Ice Cream" wird eiskaltes Softeis direkt in flüssige Butter getunkt und gesalzen.
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Ein einziges kurzes Video auf der Plattform TikTok reichte aus, um einen globalen Sturm der Entrüstung und Neugier auszulösen. Die US-Supermarktkette Stew Leonard’s zeigte in dem Clip, wie einfaches Vanille-Softeis in einen Topf mit flüssiger Butter getaucht und anschließend mit Salz bestreut wird. Über elf Millionen Menschen klickten diesen kulinarischen Wahnsinn bereits an. Im Wochentakt überschwemmen kuriose Food-Trends wie Cola mit Essiggurken und Jalapeños von Dua Lipa oder süße Eis-Croissants die Feeds der User. Doch das Butter-Eis schlägt derzeit alle Rekorde, wenn es um gespaltene Reaktionen geht.

"Ich kann hören, wie sich meine Arterien schließen"

In den Kommentarspalten unter den Beiträgen herrscht eine wilde Mischung aus absolutem Entsetzen und brennender Neugier. "Ekelhaft – ich nehme zwei", schreibt ein Nutzer humorvoll. Ein anderer User meint, er würde den Trend "ohne mit der Wimper zu zucken" ausprobieren, fügt jedoch ironisch hinzu: "Es könnte aber mein letzter Herzschlag sein." Kommentare wie "Ein Cholesterin-Cornet, bitte" oder "Ich kann förmlich hören, wie sich meine Arterie schließt" spiegeln die gesundheitlichen Bedenken der Community wider. Manche kreative Geister denken bereits über die nächste Eskalationsstufe nach und schlagen Kreationen mit brauner Butter, Zimt und Zucker oder kandierten Pekannüssen vor.

Der Genialität auf der Spur

Warum schmilzt das eiskalte Eis nicht sofort in der flüssigen Butter? Das Geheimnis liegt im Schmelzpunkt von Milchfett. Butter schmilzt bereits bei milden 32 bis 35 Grad Celsius und muss für das Verfahren nur ganz leicht erwärmt werden. Wenn das kalte Softeis in die Butter getaucht wird, kühlt die dünne Fettschicht augenblicklich ab und wird wieder steinhart. Das Eis schmilzt durch den ultrakurzen Kontakt nicht, sondern wird perfekt umschlossen.

Vom Cronut-Erfinder kreiert

Die skurrile Kreation ist aber keine Erfindung der Supermarktkette. Das Original wird auf Dominique Ansel zurückgeführt, jenen französischen Ausnahme-Patissier, der mit dem legendären "Cronut" (einer Mischung aus Croissant und Donut) weltberühmt wurde. In seiner New Yorker Nobel-Bäckerei "Papa d’Amour" serviert er das exklusive Dessert mit französischer Butter, Honig, Fleur de Sel und einem weichen Mochi im Stanitzel. Journalisten weltweit haben den Selbstversuch gewagt. Während Kulinarik-Expertin Christine Fiorentino von "Allrecipes" die salzige Kombination als "seltsam köstlich" feiert, beschwert sich "Guardian"-Gourmet-Journalistin Isabella Lee über zähe Fettklumpen im Mund, die sich angefühlt hätten wie eine Rutschpartie für die Zähne.

Am Ende bleibt es ein Trend, der polarisiert und wohl nur durch das eigene Ausprobieren beurteilt werden kann.