Hoffnung im Meer
Diese Korallen trotzen der Klimakrise
Weltweit gibt es überraschend viele Riffe, die steigenden Temperaturen trotzen oder sich nach Schäden wieder erholen können.
166.000 Quadratkilometer machen Hoffnung
Die Wissenschaftler untersuchten Korallen im Golf von Panama. Dort steigen die Wassertemperaturen regelmäßig auf Werte, die für viele Korallenriffe verheerend wären. Trotzdem blieben die untersuchten Bestände weitgehend gesund.
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Forscher der Wildlife Conservation Society und der australischen Macquarie University identifizierten rund 166.000 Quadratkilometer Korallenriffe in 71 Ländern, die besonders widerstandsfähig gegen die Folgen des Klimawandels sein könnten.
Die meisten dieser Riffe liegen in Australien, auf den Bahamas, in Kuba, Indonesien und auf den Philippinen. Allein diese fünf Länder beherbergen rund 60 Prozent der als klimaresistent eingestuften Korallenriffe.
Überlebenskünstler im Meer
Besonders beeindruckt zeigten sich die Forscher von Korallen vor den Houtman-Abrolhos-Inseln vor der Westküste Australiens. Selbst bei rekordverdächtigen Wassertemperaturen zeigten sie kaum Schäden.
Laut Studie war ihre Widerstandskraft gegen Korallenbleichen fast viermal höher als bei vergleichbaren Arten in anderen Regionen.
Warum sie so robust sind
Als mögliche Gründe nennen die Wissenschaftler die besondere Lage zwischen tropischen und gemäßigten Gewässern. Zudem leben die Korallen in enger Symbiose mit speziellen Algen, die sie mit Energie versorgen und offenbar widerstandsfähiger machen.
Wichtig für Millionen Menschen
Die Bedeutung der Riffe ist enorm: Sie bieten mehr als 500 Millionen Menschen eine Lebensgrundlage, beherbergen rund ein Viertel aller Meereslebewesen und schützen Küsten vor Stürmen und hohen Wellen.
Für die Studie werteten die Forscher mehr als 45.000 Beobachtungen aus den Jahren 1960 bis 2024 aus und erstellten Prognosen bis 2050.
Viele Riffe noch ungeschützt
Trotz der positiven Erkenntnisse warnen die Wissenschaftler: Weniger als ein Drittel der widerstandsfähigen Korallenriffe steht derzeit unter Schutz.
Ihre Botschaft ist dennoch klar: Die Klimakrise setzt den Meeren massiv zu – doch nicht alle Korallenriffe sind verloren. Manche könnten deutlich bessere Überlebenschancen haben als bisher gedacht.