Seit Tagen vermisst

Drei Wiener Stand-up-Paddler ertranken im Marchfeldkanal!

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Schockfund im Bezirk Korneuburg: Donnerstag in der Früh wurden im Marchfeldkanal bei Gerasdorf drei Leichen entdeckt. Offenbar sind drei junge Männer bei einem Stand-up-Paddel-Ausflug ertrunken.
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NÖ. Bei den drei Toten soll es sich ersten Infos zufolge um drei junge Wiener (27 und 28) handeln, die auch schon seit mehreren Tagen als vermisst gemeldet worden waren. Zur Klärung der Todesumstände hat das Landeskriminalamt Niederösterreich die Ermittlungen übernommen.

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Drei Wiener Stand-Up-Paddler ertranken im Marchfeldkanal


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Bei Wehranlage in tödlichen Sog geraten

Polizist mit sichergetelltem SUP © Viyana Manset Haber
Riesen-Einsatz nahe der Wehranlage 3 des Marchfeldkanals. © Monatsrevue, Lenger
Offenbar versuchten die Standup-Paddler hier durchzufahren und wurden unter Wasser gerisssen. © Google Maps
Feuerwehrtaucher beim nächtlichen Einsatz. Auch mit einer Drohne wurde gesucht. © FF Grossebersdorf

Die Tatortgruppe ist derzeit mit der Spurensicherung am Fundort beschäftigt. Die drei Sportsfreunde aus Wien hatten jüngsten Infos zufolge einen Ausflug mit Stand-up-Paddles unternommen, waren am Montag und galten als vermisst. Im Zuge einer Suchaktion wurden die Leichen gefunden, Taucher der Berufsfeuerwehr Wien bargen die Toten.

Großeinsatz auf Höhe eines Büroareal mit ehemaligen Pizzeria. © Monatsrevue, Lenger

Feuerwehr schildert verzweifelte Suche

Die Mutter eines 27-jährigen hatte Abgängigkeitsanzeige bei der Polizei in Wien erstattet.  Vermutlich war das Trio beim Versuch, eine Wehranlage zu durchfahren, in den Rücklauf der Wehr geraten und alle drei schafften es nicht mehr, aus dem Sog der Wasserwalze zu kommen.

Im Bereich einer Wehranlage in Gerasdorf wurden die Stand-up-Paddles und persönliche Gegenstände gefunden. Einer der drei Männer ist noch nicht identifiziert. Vom Hubschrauber aus wurden zwei Leichen im Marchfeldkanal im Bereich der Seyringer Straße in Gerasdorf entdeckt, die dritte wurde kurz darauf in der Nähe gefunden.

Polizei suchte auch mit Schlauchbooten nach den Vermissten. © APA/TOBIAS STEINMAURER

Wie die Feuerwehr Deutsch-Wagram, die bei der Suche nach den Vermissten nachalarmiert worden war, kamen sie Mittwoch um 23.44 Uhr vor Ort: "Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurden unsere Einsatzkräfte im Bereich des Wehrs eingesetzt. Für weitere Maßnahmen wurde unsere Zille in Bereitschaft gehalten. In enger Abstimmung mit dem Einsatzleiter der Polizei wurde das weitere Vorgehen laufend besprochen und koordiniert."

Wehr musste abgeschaltet werden

Die Florianis weiter: "Unsere Tätigkeit umfasste in erster Linie das großflächige Ausleuchten der Einsatzstelle im Bereich des Wehrs, um die Suchmaßnahmen bestmöglich zu unterstützen. Zudem wurde durch die Marchfeldkanalgesellschaft eine Abschaltung veranlasst.

Trotz intensiver Suche konnte in der Nacht keine Person aufgefunden werden. Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung der Polizei sowie der Wasserpolizei waren schließlich keine weiteren Tätigkeiten unsererseits erforderlich.

Am Donnerstagvormittag wurden die drei vermissten Personen leider leblos aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat eine Obduktion angeordnet.

Durchfahren von Wehranlage verboten

Tödlicher Sportunfalkl ik Bereich der Seyringer Straße. © Monatsrevue, Lenger

Die Betriebsgesellschaft des Marchfeldkanals hat am Donnerstag auf ihrer Webseite darauf hingewiesen, dass das Durchfahren von Wehranlagen verboten ist. Boote, Kanus oder Kajaks sind an den dafür vorgesehenen Umtragestellen vorbeizuführen. "Bei der Durchfahrt besteht Lebensgefahr, da starke Unterströmungen, Walzenbildungen und unvorhersehbare Wasserbewegungen auftreten. Boote, Kanus oder Kajaks können durch Strömungen erfasst, beschädigt oder zum Kentern gebracht werden!"