Festnahme

Duo raubte Bewohner mehrerer Pflegeheime aus

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Die Polizei sucht nun nach Opfern im In- und Ausland.
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Stmk./NÖ. Ein Diebes-Duo hat wochenlang in mehreren Pflegeheimen in Niederösterreich und der Steiermark alten, teils dementen und bewegungseingeschränkten Menschen Geld und Schmuck gestohlen. Das Paar aus Rumänien schlich sich in die Seniorenheime und schreckte auch vor Raub nicht zurück: Manchen Opfern entrissen sie ihre Wertsachen. Ein Hinweis aus Deutschland führte nun zu den Verdächtigen. Sie wurden vor wenigen Tagen festgenommen. Die Frau gestand, ihr Komplize nicht.

Bei Festnahme wurde Schmuck und Bargeld gefunden

Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Montag mitteilte, soll das Paar schon am 24. April den ersten bisher bekannten Diebstahl in einem Pflegeheim im Bezirk Leoben begangen haben. Das Duo soll von da an gezielt zu Einrichtungen in der Obersteiermark, aber auch in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark sowie in Niederösterreich gefahren sein, um sich in die Heime zu schleichen. Sie durchsuchten wahllos Zimmer nach Wertgegenständen und Bargeld. "Die Opfer waren fast ausschließlich im Alter zwischen 82 und 95 Jahren, teilweise an Demenz erkrankt und auf Rollstühle angewiesen. Dadurch waren sie wehrlos und zum Widerstand unfähig", so die Polizei in ihrer Aussendung.

Nach zwei Fällen, in denen den Opfern Wertsachen entrissen wurden, hat das Landeskriminalamt Steiermark auch eine internationale Suche nach den Tätern eingeleitet. Diese brachte Erfolg, denn durch einen Hinweis aus Deutschland wurde die Identität des Duos festgestellt. Seither wurde gezielt nach dem Paar gesucht. Am 11. Juni klickten im Bezirk Baden in Niederösterreich die Handschellen. Bei der Festnahme wurden eine Goldhalskette, ein Brillantring und ein Bargeldbetrag in vierstelliger Euro-Höhe bei dem Paar gefunden. Die Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Leoben gebracht. Die 29-jährige Frau war umfassend geständig, ihr 38-jähriger Partner verweigerte die Aussage.

Die Polizei sucht nun nach weiteren Tatorten, möglicherweise auch im Ausland. Mögliche Opfer bzw. deren Betreuer werden ersucht, sich beim Landeskriminalamt Steiermark unter der Telefonnummer 059133/60 3333 zu melden.