Nations League
Eklat in ÖFB-Gruppe: Keeper boykottiert Israel-Duell
"Ich habe eine Entscheidung getroffen, die mir nicht leicht gefallen ist", schrieb Bazunu. Als tiefgläubiger Mensch wolle er nach seinen Prinzipien handeln. Deshalb sei es für ihn falsch, an den bevorstehenden Begegnungen mit Israel teilzunehmen.
Der Schritt kommt trotz einer Entscheidung der irischen Mannschaft: Nach internen Diskussionen hatte sich eine Mehrheit der Spieler für die Austragung beider Partien ausgesprochen. Bazunu geht nun bewusst einen anderen Weg. Beim 0:1 gegen Kosovo zum Nations-League-Auftakt saß der 22-malige Nationalspieler noch auf der Bank, im Tor stand Caoimhin Kelleher. Nun sorgt der Keeper des englischen Zweitligisten Bolton Wanderers auch abseits des Platzes für Schlagzeilen.
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»Gräueltaten in der Region«
Hintergrund ist der Gaza-Konflikt. Bazunu stellte klar: "Meine Entscheidung beruht einzig auf meiner persönlichen Überzeugung, dass die Tötung unschuldiger Menschen falsch ist." Es gebe nur wenige Momente im Leben, in denen man für etwas Größeres einstehen könne. Für ihn sei dies einer davon. Gleichzeitig betonte der Torhüter ausdrücklich, dass sich seine Haltung nicht gegen das israelische Volk oder die jüdische Gemeinschaft richte, sondern gegen die "Gräueltaten in der Region".
Das Hinspiel zwischen Irland und Israel steigt am Sonntag (ab 20.45 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) im ungarischen Debrecen, das Rückspiel folgt am 4. Oktober in Serbien – jeweils auf neutralem Boden. Bazunu wird bei beiden Begegnungen nicht dabei sein.