Bisse ins Bein

Heftige Fisch-Attacke auf Touristin in Mallorca

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Ein entspannter Badetag auf der beliebten Ferieninsel Mallorca endete für eine 28-jährige deutsche Urlauberin mit einem Schreckmoment.
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Im flachen Wasser am Strand von Cala Major wurde die junge Frau unvermittelt von Meeresbewohnern attackiert. Die Berlinerin wollte sich im Mittelmeer lediglich abkühlen, als sie plötzlich einen stechenden Schmerz in der Wade spürte.

"Erst einmal habe ich mich total erschrocken", schilderte sie gegenüber dem "Mallorca Magazin". Von einer derartigen Gefahr im Urlaubsparadies hatte die Frau zuvor noch nie etwas gehört.

Doch tatsächlich sind solche Vorfälle auf der Baleareninsel keine Seltenheit. Besonders in den Sommermonaten, wenn die Strände voll sind, häufen sich Begegnungen der schmerzhaften Art. Im Juli des Vorjahres wurden an manchen Tagen bis zu 15 derartige Fälle verzeichnet.

Geißbrassen haben es auf Menschen abgesehen

Hinter den Beißattacken stecken laut der Meeresbiologin Silvia García von der Umweltschutzorganisation Oceana in der Regel sogenannte Geiß- oder Brandbrassen. Diese Fische, die an ihrem silbrigen Körper und den kräftigen Mündern erkennbar sind, können bis zu 36 Zentimeter groß werden.

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Zumeist sind es jedoch durchsichtige Jungfische, die im seichten Wasser zubeißen und deshalb für Badegäste kaum zu erkennen sind. Während Bisse von Jungtieren meist unblutig enden, können Attacken von ausgewachsenen Brassen durchaus blutige und schmerzhafte Wunden hinterlassen.

Klimawandel als möglicher Auslöser

Die genauen Ursachen für das aggressive Verhalten der Fische sind noch nicht restlos geklärt. Der Meeresbiologe Pablo Arechavala vom Forschungsinstitut Imedea vermutet, dass die "Wassertemperatur einen großen Einfluss" haben könnte. Die Theorie der Wissenschaftler: Durch das immer wärmer werdende Meerwasser steigt der Stoffwechsel der Tiere, was sie schlichtweg hungriger macht.

Zudem gewöhnen sich die Fische durch unachtsames Füttern immer mehr an den Menschen und verlieren ihre natürliche Scheu. Betroffen sind laut Behörden vor allem die Strände an der Südküste Mallorcas, darunter Sa Ràpita, S'Estanyol und Cala d'Or. Experten raten dazu, sich im Wasser zu bewegen, um nicht als leichtes Ziel für die Fische zu gelten.