Wetter-Prognose

Hundertjähriger Kalender kündigt Sommer-Schock an

© Getty Images
Wenn moderne Wettermodelle an ihre Grenzen stoßen, greifen viele Menschen gerne auf alte Wetterweisheiten zurück.

Besonders bekannt ist der sogenannte Hundertjährige Kalender, der seit Jahrhunderten angeblich Vorhersagen für ganze Monate und Jahreszeiten liefert. Auch wenn Meteorologen seine Prognosen nicht als wissenschaftlich belastbar einstufen, erfreut sich der Kalender bis heute großer Beliebtheit.

Seinen Ursprung hat der Hundertjährige Kalender im 17. Jahrhundert. Der Zisterziensermönch Mauritius Knauer beobachtete über mehrere Jahre hinweg das Wetter und notierte seine Erkenntnisse. Daraus entstand die Theorie, dass sich Wetterabläufe in bestimmten Zyklen wiederholen würden.

Kein Sommer in Sicht

Für den Juni 2026 sagt der Hundertjährige Kalender einen wechselhaften Verlauf voraus. Nach einer zunächst freundlichen und warmen Phase sollen sich immer wieder Schauer und Gewitter entwickeln. Vor allem in der zweiten Juniwoche wird mit häufigen Niederschlägen gerechnet, bevor sich gegen Monatsmitte sonnigere Abschnitte durchsetzen könnten.

Auch für die kommenden Wochen zeichnet der Kalender kein Bild eines stabilen Hochsommers. Stattdessen wechseln sich warme Tage mit kühleren und feuchteren Wetterphasen ab. Besonders nach Gewittern könnten die Temperaturen vorübergehend deutlich zurückgehen. Erst gegen Ende Juni soll sich das Wetter zunehmend beruhigen und sommerlicher werden.

Meteorologen betrachten solche Langfristprognosen zwar mit Skepsis, dennoch fällt auf, dass die Vorhersagen des Hundertjährigen Kalenders für die nächsten Tage durchaus zu den aktuellen Wettertrends passen. Tatsächlich erwarten Wetterdienste für Mitteleuropa ebenfalls eine Mischung aus Sonne, Wolken, Schauern und einzelnen Gewittern.

Ob der Hundertjährige Kalender auch diesmal richtig liegt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Seine Wetterprognosen faszinieren die Menschen noch immer – selbst mehr als 300 Jahre nach ihrer Entstehung.