Wichtiger Lostag

Bauernregel: DIESER Tag sagt den ganzen Sommer voraus

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Der 8. Juni gilt seit Jahrhunderten als einer der wichtigsten Lostage im Bauernkalender. Der sogenannte Medardustag soll darüber entscheiden, ob die kommenden Wochen sonnig und freundlich oder von Regen und Nässe geprägt werden. Kaum eine andere Bauernregel formuliert ihre Wetterprognose so eindringlich wie jene zu Ehren des heiligen Medardus: "Ist's an Medardus feucht und nass, regnet's weiter ohne Unterlass."

Der Medardustag ist nach dem heiligen Medardus benannt, einem im 6. Jahrhundert lebenden Bischof aus Nordfrankreich. Der Legende nach wurde er während eines Gewitters von einem Adler beschützt, der seine Schwingen über ihn ausbreitete und ihn vor dem Regen bewahrte. Deshalb gilt Medardus bis heute als Schutzpatron der Bauern, Winzer und aller Menschen, die im Freien arbeiten.

Die wichtigsten Regeln

  • "An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht."
  • "Wie St. Medardus wittert, solch Wetter 30 Tage zittert."
  • "Wie's wittert auf Medardustag, so bleibt's sechs Wochen dann danach."
  • "Regen am Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag."

Für die Landwirtschaft hatten diese Regeln einst große Bedeutung. Ein verregneter Juni konnte die Heuernte gefährden und damit die Futterversorgung für den kommenden Winter beeinträchtigen. Deshalb beobachteten Bauern den Himmel an diesem Tag besonders aufmerksam.

Auch meteorologisch besitzt die Regel einen gewissen Kern. Wetterstatistiken zeigen, dass ein nasser Medardustag tatsächlich häufiger mit einem insgesamt regenreichen Juni zusammenfällt. Der Grund liegt in den Großwetterlagen über Mitteleuropa. Haben sich Anfang Juni stabile Tiefdruckgebiete etabliert, können diese über längere Zeiträume bestehen bleiben. Die Atmosphäre besitzt eine gewisse "Trägheit", sodass sich Wetterlagen oft über mehrere Wochen halten.

Dennoch ist die Bauernregel keine verlässliche Vorhersage. Während Regen am Medardustag die Wahrscheinlichkeit für weitere Niederschläge erhöht, lässt sich aus einem sonnigen 8. Juni keineswegs automatisch ein trockener Sommer ableiten. Moderne Meteorologen betrachten die Regel deshalb als interessante statistische Beobachtung, nicht aber als exakte Wetterprognose.

Wie wird das Wetter am Medardustag 2026 in Österreich?

Ein Blick auf die aktuellen Wettertrends deutet darauf hin, dass Österreich rund um den 8. Juni unter wechselhaftem Frühsommerwetter stehen dürfte. Nach mehreren Prognosen wechseln sich sonnige Abschnitte mit Regenschauern und lokalen Gewittern ab. Besonders in den Alpenregionen und im Süden des Landes steigt die Schauerneigung, während der Osten zeitweise freundlicher ausfallen könnte.

Daher ist für den Medardustag selbst mit einem gemischten Wetterbild zu rechnen: Wolken, sonnige Auflockerungen und regional auftretende Regenschauer dürften sich die Waage halten. In Tirol und Kärnten erscheinen Niederschläge derzeit wahrscheinlicher als im Raum Wien.

Folgt man der alten Bauernweisheit, wäre ein solcher wechselhafter Medardustag ein Hinweis auf einen ebenfalls wechselhaften Juni mit wiederkehrenden Regenphasen. Tatsächlich deuten auch aktuelle Langfristtrends für die erste Monatshälfte auf eine eher unbeständige Witterung hin, bevor sich gegen Ende Juni häufiger sommerliche Hochdrucklagen durchsetzen könnten.

Ob Medardus damit erneut recht behält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sicher ist jedoch: Kaum ein anderer Lostag verbindet Volkswissen, Wetterbeobachtung und landwirtschaftliche Erfahrung so eindrucksvoll wie der 8. Juni.

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