Transfer-Knall
Knalleffekt: Olise lässt die Bayern abblitzen
Die Zukunft von Michael Olise sorgt beim FC Bayern München zunehmend für Gesprächsstoff. Obwohl der französische Nationalspieler noch bis 2029 unter Vertrag steht, wollte der Rekordmeister laut einem Bericht des "kicker" bereits Anfang des Jahres die Weichen für eine vorzeitige Verlängerung stellen. Die Münchner sollen mit ihrer ersten, noch unverbindlichen Anfrage jedoch abgeblitzt sein.
Dem Fachmagazin zufolge hält Bayern weiterhin an dem Vorhaben fest, den Vertrag des 24-Jährigen langfristig auszudehnen. Eine klare Positionierung des Spielers soll bislang allerdings ausgeblieben sein. Intern werde Olise als "ganz schwer greifbar und nicht zu durchschauen" beschrieben, berichtet der "kicker". An der Säbener Straße sorgt die Ungewissheit deshalb zunehmend für Nervosität.
Viele Spekulationen
Für zusätzliche Spekulationen sorgte zuletzt Olises Auftritt in den sozialen Medien. Der Offensivspieler löschte sämtliche Instagram-Beiträge, auf denen er im Trikot des FC Bayern zu sehen war. Laut "kicker" wurde dieser Schritt innerhalb des Vereins mit Verwunderung aufgenommen. Zwar sind derartige Aktionen bei Profifußballern nicht ungewöhnlich, im Umfeld eines Topklubs werden sie jedoch häufig als mögliches Signal für einen bevorstehenden Wechsel interpretiert.
Olise war erst im Sommer 2024 für rund 60 Millionen Euro von Crystal Palace nach München gewechselt. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten entwickelte sich der technisch starke Flügelspieler schnell zu einem der wichtigsten Offensivakteure der Bayern. Mit seinem Dribbling, seiner Kreativität und seiner Torgefahr gehörte er in der vergangenen Saison zu den herausragenden Spielern der Bundesliga und empfahl sich damit endgültig für die französische Nationalmannschaft.
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Seine starke Entwicklung hat naturgemäß das Interesse anderer europäischer Spitzenvereine geweckt. Besonders hartnäckig halten sich seit Wochen Gerüchte um Real Madrid. Die Spekulationen wurden zuletzt so intensiv, dass sich die Königlichen sogar zu einer offiziellen Stellungnahme veranlasst sahen.
Darin erklärte der spanische Rekordmeister, es gebe "keinerlei Kontakt – weder direkt noch indirekt" zu Olise, seinen Beratern oder seinem Umfeld. Gleichzeitig betonte Real die "hervorragenden Beziehungen" zum FC Bayern und sprach von gegenseitigem Respekt zwischen den beiden Vereinen. Ein grundsätzliches Interesse an dem Franzosen wurde in der Erklärung allerdings nicht ausdrücklich ausgeschlossen.
Poker wird zur Chefsache
Aus Sicht der Münchner wäre ein langfristiges Bekenntnis Olises von enormer Bedeutung. Nach den Vertragsverlängerungen wichtiger Leistungsträger soll der Franzose zu einem zentralen Gesicht der Mannschaft für die kommenden Jahre werden. Die Vereinsführung sieht in ihm einen Spieler, um den sich eine neue Bayern-Generation aufbauen lässt.
Der "kicker" bringt sogar ein mögliches Szenario ins Spiel, das die Personalie zur Chefsache machen könnte. Sollte Real Madrid tatsächlich bereit sein, eine Ablösesumme von deutlich über 200 Millionen Euro auf den Tisch zu legen, könnten auf beiden Seiten die höchsten Entscheidungsebenen eingebunden werden. Demnach würden bei Verhandlungen möglicherweise Real-Präsident Florentino Pérez und Trainer José Mourinho sowie die Bayern-Granden Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß eine entscheidende Rolle spielen.
Noch gibt es keine konkreten Anzeichen für ein offizielles Angebot. Klar ist jedoch: Solange Olise eine Vertragsverlängerung nicht unterschreibt und seine Zukunft offenlässt, dürfte der Wechselpoker eines der beherrschenden Themen beim FC Bayern bleiben.