Fußball-WM

Krankl kickt mit Elefant in Schönbrunn

© DANIEL ZUPANC
Die Fußball-WM steht vor der Tür und das geht auch an den Elefanten im Tiergarten Schönbrunn nicht spurlos vorüber.

Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft hat nun auch das Elefantenhaus im Tiergarten Schönbrunn erfasst. Der knapp einjährige Elefantenbulle bekam auf der Anlage prominenten Besuch für eine exklusive Trainingseinheit. Hans Krankl ließ sich nicht zweimal bitten und passte dem kleinen Dickhäuter das Leder direkt zu.

Das Nachwuchstalent fackelte nicht lange und kickte den WM-Ball begeistert durch das Gehege. Der legendäre Torjäger begutachtete die Beinarbeit ganz genau. "Absolut zum Gebrauchen. Top!", lautete das Urteil von Krankl.

Goleador als Talentscout

Für das anstehende Turnier kommt der junge Elefant zwar nicht mehr rechtzeitig in Form, doch die Fußballlegende dachte bereits an das Nationalteam. "Der Ralf Rangnick sollte sich den Kleinen anschauen, vielleicht kommt er in Frage, zweifelsohne ein nicht uninteressanter Spieler“, meinte Krankl mit einem Augenzwinkern.

Krankls Resümee: "Absolut zum Gebrauchen. Top!" © DANIEL ZUPANC

Beim Rüsselspiel ging es jedenfalls heiß her und auch die Elefantenmutter beteiligte sich aktiv am Match. Nach den offiziellen Regeln auf dem Rasen hätten die beiden Rüsseltiere für ihren Einsatz wohl mit gelben Karten rechnen müssen.

Tipps für das Nationalteam

Auch die Elefanten-Mutter wurde vom Fußballfieber gepackt. © DANIEL ZUPANC

Die aktuellen Teamkicker können sich von dem tierischen Nachwuchs durchaus etwas abschauen. "Die Robustheit und Stärke. Sie müssen robust in der Abwehr sein und da ist der Kleine schon sehr stark", erklärte Krankl.

Beim Tempo sieht der Wiener allerdings noch Nachholbedarf. Auf die Frage, ob vier Beine auf dem Spielfeld eigentlich ein Vorteil seien, reagierte das Idol gewohnt schlagfertig. "Da fehlt mir die Erfahrung, ich hab nur zwei", so Krankl lachend.

Abwechslung im Tiergarten

Die historische Sternstunde von Cordoba bleibt unvergessen und das sportliche Treffen weckte im Tiergarten erfolgreich die Lust auf das Großereignis. Für die Rüsseltiere bedeutete das Training eine willkommene Abwechslung im Alltag. "Die Beschäftigung unserer Elefanten ist vielfältig. Normalerweise bevorzugen wir natürliche Materialien wie Äste oder Baumstämme, die die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum kennen, aber zum WM-Start muss es natürlich ein Ball sein“, betonte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.