TV-Dokumentation

"Tutto Gas": Hotte Austro-Polizei & Skischuh-Saufen

© ATV
Zu Pfingsten verwandelte sich das italienische Lignano einmal mehr in die heimliche Partyhauptstadt Europas. Bis zu 20.000 feierwütige Urlauber strömten an die Adria.
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Aus beschaulichen Stränden wird innerhalb kürzester Zeit eine Hochburg für ausgelassene Partynächte. Die Kamera begleitet für die Doku "Ausnahmezustand in Lignano - Tutto Gas" das Geschehen vor Ort und gibt einen tiefen Einblick in die Vorbereitungen der feiernden Jugendlichen sowie in die Arbeit der überlasteten Ordnungskräfte.

Segen für die Hotellerie

Mittendrin im Trubel ist Gastronom Thomas Winter, der den jährlichen Ausnahmezustand seit Jahren aus nächster Nähe miterlebt. Für ihn markiert das Pfingstwochenende den offiziellen Startschuss in die Sommersaison. Wenn mal einer ein Glas zu viel getrunken hat, sage niemand etwas. Doch sobald Blumen ausgerissen oder Dinge zerstört werden, sei eine Grenze erreicht, die böses Blut mache. Seine Ehefrau Elisabeth fokussiert sich hingegen voll auf die finanziellen Vorzüge des Ansturms.

Die Hotel-Chefin freut sich

"Für mich wäre 'Tutto Gas' jedes Wochenende am besten, wir haben nie Probleme. Die Zimmer sind teurer als sonst und die zahlen das. Sie sind glücklich, schlafen auch zu viert im Zimmer, wo normalerweise drei schlafen würden, mit Stockbett. Wir bieten ein Langschläferfrühstück bis 13 Uhr."

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Austro-Polizei im Dauereinsatz

Um die italienischen Sicherheitskräfte vor Ort zu unterstützen, reisten auch in diesem Jahr wieder österreichische Polizistinnen und Polizisten an die Adria. Sie befinden sich im absoluten Dauereinsatz und versuchen, die Balance zwischen ausgelassener Partystimmung, heftigen Alkoholexzessen und potenzieller Gewalt zu wahren.

Polizei in Lignano
Einige der Beamten sind gut trainiert © ATV

Revierinspektor Martin behält Nerven

  • Die Erwartung: Man kann sich im Vorfeld auf die Dynamik kaum vorbereiten. Man weiß nur, dass man von tausenden feiernden Österreichern umgeben sein wird.
  • Die Aufgabe: Neben der Streife steht vor allem Übersetzungsarbeit zwischen den Behörden und den Touristen an.
  • Die Realität: Der Inspektor stellt sich gemeinsam mit zwei Kolleginnen und einem Kollegen auf lange Nächte und extrem wenig Schlaf ein.

Skischuh-Saufen statt Melonen-Verbot

Die von den italienischen Behörden verschärften Regeln rund um den Alkoholkonsum am Strand lassen die Kreativität der Partygäste erst recht erblühen. Ein Urlauber namens Manuel zog die Blicke auf sich, als er bei sommerlichen Temperaturen in knallgelben Skischuhen durch den Sand spazierte. "Du brauchst einen guten Halt in Lignano und der Skischuh bringt dich wieder auf den Boden", erklärte er pragmatisch. Er sei direkt vom Skigebiet Nassfeld zu "Tutto Gas" an die Küste gefahren.

Der skurrile Grund für die klobige Schuhwahl am Badestrand:

"Sie haben uns die Melonen verboten, jetzt müssen wir mit was runterfahren, mit dem wir das dürfen, jetzt machen wir 'Skischuhsaufen', zehnmal geiler."

Sendehinweis

"Ausnahmezustand in Lignano – Tutto Gas" am Montag um 20:15 Uhr auf JOYN & ATV

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