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Kürbis-Kauf: Mit dem 3-Sekunden-Trick greifen Sie nie wieder daneben
Ob cremige Hokkaido-Suppe, würziger Butternut aus dem Ofen oder süßer Kürbiskuchen: Das bunte Gemüse ist der Klassiker unserer Herbstküche. Doch vor dem Gemüseregal folgt oft die Ratlosigkeit. Welcher Kürbis ist wirklich reif und schmeckt am besten? Mit unserem einfachen Qualitäts-Check greifen Sie garantiert nie wieder daneben.
Der Klopf-Test
Was im Sommer bei der Wassermelone funktioniert, ist im Herbst auch beim Kürbis ein bewährter Trick: der Klopftest. Klopfen Sie mit den Fingerknöcheln leicht auf die Schale des Kürbisses. Klingt er hohl, haben Sie ein hervorragendes Exemplar in der Hand. Das ist das sicherste Indiz dafür, dass er perfekt ausgereift und voll mit Geschmack ist. Gibt er hingegen einen sehr festen, dumpfen Klang ab, lassen Sie ihn besser liegen. Er ist wahrscheinlich noch unreif und wird auf dem Teller kaum Aroma entfalten.
Der Stiel verrät die Wahrheit
Ein Kürbis ohne Stiel? Ein absolutes No-Go. Fehlt der Strunk, können an dieser empfindlichen Stelle Bakterien eindringen. Die Folge: Der Kürbis trocknet aus und fault schnell von innen. Achten Sie stattdessen darauf, dass der Stiel fest am Kürbis sitzt, sich trocken anfühlt und bereits leicht verholzt ist. Ein holziger Stiel ist das beste Zeichen dafür, dass der Kürbis ausreichend Zeit hatte, an der Pflanze zu reifen. Ist der Stiel noch grün und weich, wurde das Gemüse zu früh geerntet.
Schale gut, alles gut
Werfen Sie einen genauen Blick auf die "Verpackung". Die Schale sollte unversehrt und prall sein. Tiefe Kratzer, Risse oder dunkle, weiche Druckstellen sind Warnsignale, hier droht Schimmel- und Fäulnisgefahr. Trockene, helle Flecken auf der Schale sind hingegen völlig harmlos und eher ein optischer Makel als ein Qualitätsproblem.
Pro-Tipp: Bei einem richtig gut ausgereiften Lagerkürbis ist die Schale so hart, dass Sie diese mit dem Fingernagel kaum noch einritzen können. Fühlt sich die Haut des Kürbisses leicht klebrig an, ist er nicht ganz ausgereift.
Größe ist nicht alles
Sie stehen vor einer riesigen Kiste und wollen zum größten Exemplar greifen? Oft gilt: Je kleiner der Kürbis (natürlich in Relation zu seiner jeweiligen Sorte), desto intensiver und aromatischer ist sein Geschmack. Echte XXL-Kürbisse haben häufig ein eher mehliges oder wässriges Fruchtfleisch. Greifen Sie also lieber zu den kompakten Exemplaren, die schwer und massiv in der Hand liegen.
Schälen oder nicht schälen?
Sie haben den perfekten Kürbis ergattert? Super! Wenn es nach der Arbeit schnell gehen muss, ist der Hokkaido die beste Wahl. Seine Schale wird beim Kochen oder Backen wunderbar weich und kann problemlos mitgegessen werden. Auch beim Spaghetti-Kürbis oder Pattison kann die Schale prinzipiell dranbleiben. Sorten wie den beliebten Butternut- oder Muskat-Kürbis sollten Sie vor der Zubereitung jedoch immer mit einem scharfen Messer oder Sparschäler von ihrer harten Schale befreien.
Übrigens, solange Sie den Kürbis nicht anschneiden, ist er äußerst genügsam. Unversehrte Exemplare können Sie an einem kühlen, trockenen Ort (bei etwa 15 Grad) problemlos für bis zu zwei Monate lagern.