Spannung lag in der Luft, als gleich nach dem offiziellen Start zur Gala-Nacht vor 1.500 geladenen Gästen die ersten Gewinner veröffentlicht wurden.
Den ersten NIKI des Abends bekam Double-Gewinner LASK Linz - als Mannschaft des Jahres 2026.
Sportlerin des Jahres: Janine Flock (37). Als erste Skeleton-Athletin überhaupt verwies die Tirolerin Riesentorlauf- Weltcupsiegerin Julia Scheib und Mountainbike-Weltmeisterin Valentina Höll klar auf die Plätze. Viermal war Flock unter den Top 3, jetzt klappte es endlich mit dem NIKI. "Ich bin sprachlos", so die Olympiasiegerin glücklich, die die Auszeichnung als "Wertschätzung" für ihren Sport sah.
Gall zum zweiten Mal nach 2023 ausgezeichnet
Letzter Höhepunkt des Abends kurz nach 22 Uhr: Radstar Felix Gall (28), Zweiter beim Giro d'Italia und Dritter bei der Vuelta a Espana, ist zum zweiten Mal nach 2023 "Sportler des Jahres". Mit 1.321 Punkten und 156 ersten Plätzen entschied der Osttiroler die Wahl deutlich für sich. Auf Rang 2 und 3 folgten Snowboardcross-Olympiasieger Alessandro Hämmerle (802 Punkte) und der dreifache Olympiamedaillengewinner der Nordischen Kombination Johannes Lamparter (501 P.).
LASK räumt ab: "Team des Jahres" noch nicht alles
24 Stunden nach dem spektakulären 3:6 in der Champions League gegen Liverpool tauchte LASK-Double-Trainer Didi Kühbauer gemeinsam mit Stürmerstar Sasa Kalajdzic auf dem Roten Teppich auf und meinte: "Das ist eine unglaublich gute Veranstaltung, ich bin froh, dass ich dabei sein darf."
Kurz später übernahmen die beiden auf der Stadthallen-Bühne von Adler-Legende Andreas Goldberger die begehrte NIKI-Trophäe entgegen. Kühbauer: "Das ist eine große Auszeichnung, aber ich stehe nur deswegen da, weil meine Spieler so gut waren.
Die heimischen Sportjournalisten hatten die Linzer mit 98 ersten Plätzen fast doppelt so vielen Punkten vor den Olympia-Goldmedaillen-Duos Stephan Embacher/Jan Hörl (Skispringen) und Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski alpin) die Spitze gewählt, wobei der 2. Platz dank 36:30 ersten Plätzen an Embacher/Hörl ging.
Kühbauer bekommt Trainer-NIKI, Kalajdzic für "Sportmoment des Jahres" ausgezeichnet
Wenig später stand Kühbauer dann doch im Fokus: Der NIKI als Trainer des Jahres gehört ganz allein dem Erfolgscoach. Der 55-jährige Burgenländer über sein Erfolgsrezept: "Du musst glaubhaft vermitteln, dass die Mannschaft an sich glaubt."
Dass LASK-Stürmer Kalajdzic für den "Sportmoment des Jahres" ausgezeichnet wurde, hat er allerdings seinem Last-Minute-Teamtreffer beim 3:3 im letzten WM-Gruppenspiel gegen Algerien zu verdanken. Überreicht wurde der Preis von Daniel "Bist du deppat!" Warmuth. "Das waren Momente, die kann ich nicht beschreiben", so Kalajdzic über die Emotionen, die er mit Österreichs Einzug ins Sechzehntelfinale verbindet.
In der Kategorie Sportlerin bzw. Sportler mit Behinderung setzten sich die Paraski-Seriensieger Veronika Aigner und Johannes Aigner durch. Das "Wings for Life Run"-Team erhielt den "Sportler:in mit Herz"-NIKI.
Adler-Shootingstar Stephan Embacher (20) ist Österreichs Aufsteiger des Jahres. Mit ihm auf der Bühne: Vorbild und Mentor Gregor Schlierenzauer.
Standing Ovations für Herbert Prohaska
Gänsehaut-Moment und Standing Ovations, als Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska (71) mit dem "Special Award" für sein Lebenswerk geehrt wurde. Die Laudatio für den "Opi" lieferten die vier Enkelkinder. Tenor: "Du bist bei allen Erfolgen ein liebevoller Mensch geblieben - bleib so, wie du bist!". Kein Wunder, dass "Schneckerl" mit den Tränen kämpfte, ehe er verriet, dass Jahres-Trainer Didi Kühbauer einst von ihm "abgeschrieben" hat.
Seine "Aufwärmübung": 49 Jahre nach dem berühmten "Spitz von Izmir", mit dem er Österreich zur WM 1978 geschossen hatte, ließ "Schneckerl" seine Fußabdrücke im "Straße der Sieger"-Beton verewigen.