In Reykjavik

Meinl-Reisinger will Island in die EU holen

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ußenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat am Freitag in Reykjavik ihre isländische Amtskollegin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir zu Gesprächen über einen möglichen EU-Beitritt sowie zur Zusammenarbeit in Sicherheits- und Energiefragen getroffen.

sland wäre als EU-Mitglied "ein Gewinn", so Meinl-Reisinger laut Außenministeriumsaussendung. Am 29. August stimmt das isländische Volk per Referendum über eine Wiederaufnahme der 2015 ausgesetzten EU-Beitrittsgespräche ab.

"Es würde Europa geostrategisch handlungsfähiger machen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken. Bei globalen Zukunftstechnologien, Freiheitsenergien und KI ist Island Partner und Vorbild", betonte die Außenministerin weiters.

Wachsende strategische Bedeutung der Arktis

Island sei auch ein wichtiger Partner der Europäischen Union in Fragen der Sicherheit in der Arktis, aber auch in Bezug auf die Bekämpfung von Cyberbedrohungen. Die wachsende strategische Bedeutung der Arktis stelle Europa vor neue Herausforderungen. Österreich unterstütze die Weiterentwicklung der EU-Arktis-Strategie, die neben Klimaschutz, Umwelt und dem Schutz indigener Völker künftig auch die Sicherheitsdimension stärker berücksichtigen soll.

Geopolitische Handlungsfähigkeit

"Die globale Sicherheitsarchitektur befindet sich gerade im Umbruch", so Meinl-Reisinger. Es gehe dabei auch um Energieversorgung, digitale und technologische Souveränität und geopolitische Handlungsfähigkeit. "Zusammenarbeit schützt die Interessen kleiner Demokratien. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich die neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft zwischen der EU und Island", so die Außenministerin.

Island verfüge zudem über große Expertise im Bereich der erneuerbaren Energien, besonders in der Geothermie. Nahezu der gesamte Strom- und Wärmebedarf des Landes werde aus erneuerbaren Quellen gedeckt - ein Modell, das international als Referenz gelte. Österreich und Island verbinde ein gemeinsames Bekenntnis zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beide Länder würden in der Energiekooperation ein zentrales Feld der bilateralen Zusammenarbeit sehen.