Regierung
Meinl-Reisinger: Wirbel nach Personal-Rochaden
Beate Meinl-Reisinger ist auf hochoffizieller Mission in China, am Dienstag traf sie sich mit dem Bürgermeister von Shanghai und schüttelte mediengerecht einem Roboter die Hand.
Daheim geht es indes nicht so friedlich zu: Medienberichte orten wieder einmal einen Postenschacher im von der NEOS-Chefin geführten Außenministerium - und das bei den Pinken, die ja in der Opposition dagegen stets angekämpft hatten.
Vizekabinettschef übernimmt Abteilung
Also Wasser predigen - und Wein trinken? Tatsächlich wurde Meinls stellvertretender Kabinettschef Raphael Lassmann zum Leiter der wichtigen Sicherheitsabteilung bestellt. Und nicht nur das: Auch Lassmanns Ehefrau wird etwas, sie übernimmt die Abteilung VI.2 "Personaldienstleistungen".
Derlei Rochaden haben stets ein "Geschmäckli", dienten sie doch bei ÖVP und SPÖ nicht selten dazu, politischen Kabinettsmitarbeitern einen Beamten-Job zu verschaffen.
Beide sind schon im Außenministerium
Das klingt im Fall Lassmann dann doch etwas anders, beide - Raphael Lassmann und seine Frau - waren schon vor Meinl-Reisingers Amtsantritt im Außenministerium, wie ein Sprecher Meinl-Reisingers gegenüber oe24 betont: "Im BMEIA werden Abteilungen streng nach fachlichen Kriterien besetzt. Jede und jeder Bedienstete hat das Recht, sich auf Führungspositionen zu bewerben." Seit dem Amtsantritt von Meinl-Reisinger seien rund 60 Führungspositionen ausgeschrieben und neu besetzt worden. "Nur vier davon haben überhaupt einen Bezug zum Kabinett."
An Lassmanns Kompetenz - der seit 20 Jahren im Haus sei - gebe es zudem keinen Zweifel: "Er kennt das Umfeld, in dem die Kolleginnen und Kollegen im Sicherheitsbereich operieren, aus erster Hand."
Auch bei der Beförderung von Lassmanns Ehefrau sei es mit rechten Dingen zugegangen: "Im Außenministerium arbeiten zahlreiche Ehepaare. Auch in der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass miteinander verheiratete Mitarbeitende zeitgleich Führungsfunktionen innehaben", so der Sprecher.