Aus Schweden

Ministerin nimmt mit Baby an EU-Rat teil

© European Union
Ein ungewöhnlicher Gast bei den EU-Ministern sorgt für Aufsehen: Die schwedische Umweltministerin brachte am Donnerstag ihren kleinen Sohn Adam mit zur offiziellen Sitzung.
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Die Politikerin kam frisch aus ihrer Elternzeit zurück und setzte mit dem gemeinsamen Auftritt ein klares Zeichen. In Schweden ist das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf stark im Fokus. Bis zu 16 Monate Elternzeit sind dort möglich, was den Bürgern eine weitreichende Flexibilität bietet.

Wahlkampfthema Elternzeit und Steuern

Die Finanzierung dieses Modells erfolgt in Schweden allerdings über relativ hohe Steuern. Genau dieser Punkt sorgt derzeit für reichlich Gesprächsstoff im Land. Das System steht im Mittelpunkt politischer Debatten und bildet ein zentrales Thema im laufenden Wahlkampf vor der schwedischen Parlamentswahl im September. Der jüngste Auftritt bei den EU-Ministern zeigt anschaulich, wie dieses System bis in die Spitzenpolitik hinein gelebt wird.