Sprachentwicklung

Neue Studie zeigt die Urzeit-Wurzeln unserer Sprache

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Lachen verbindet Menschenaffen seit Millionen Jahren. Eine neue britische Studie zeigt jetzt detailliert, wie aus einfachen Lachlauten die biologische Grundlage für die menschliche Sprache entstand.
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Das Lachen ist keine reine Erfindung des Menschen, denn auch alle anderen Menschenaffen lachen in ähnlichen Situationen wie wir – etwa beim Spielen oder Kitzeln. Ein Forschungsteam aus Großbritannien hat das Lachen nun bei allen fünf lebenden Menschenaffenarten genau analysiert: Orang-Utans, Gorillas, Bonobos, Schimpansen und Menschen. Die im Fachblatt "Communications Biology" veröffentlichten Ergebnisse stoßen auch in der österreichischen Wissenschafts-Community auf großes Interesse, da sie wie ein Fenster in die menschliche Urzeit wirken.

Komplett gleicher Rhythmus

Für die Untersuchung wertete das Team insgesamt 140 Lachsequenzen von jungen Primaten im Alter zwischen sechs Monaten und sieben Jahren aus. Die wichtigste Erkenntnis der Messungen ist die sogenannte Isochronie: Das Lachen aller untersuchten Arten folgt einem gleichmäßigen Grundrhythmus, vergleichbar mit dem Ticken eines Metronoms. "Unser Lachen und das Lachen von Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans haben dieselbe rhythmische Grundstruktur", erklärt der Forscher De Gregorio. Diese Struktur existiert vermutlich seit mindestens 15 Millionen Jahren.

Je jünger desto schneller

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Trotz der Gemeinsamkeiten gibt es evolutionäre Unterschiede. Je näher eine Affenart mit dem Menschen verwandt ist, desto schneller und flexibler wird das Lachen. Während Orang-Utans am langsamsten lachen, kommen uns Schimpansen und Bonobos schon sehr nahe. Der Mensch steht an der Spitze dieser Entwicklung: "Unsere Verwandten sind im Lach-Rhythmus ziemlich festgelegt, wir Menschen dagegen können das Tempo verändern. Wir können schneller oder langsamer lachen – das gibt’s bei anderen Menschenaffen so nicht."

Kichern lachen brüllen

Zudem passen nur Menschen ihr Lachen aktiv an die jeweilige soziale Situation an, etwa beim höflichen Kichern im Vergleich zum Lachen mit Freunden. Diese Fähigkeit, Laute flexibel und situationsabhängig zu steuern, gilt als Kernvoraussetzung für die Entstehung von Sprache. Laut den Forschern war der Stimmtrakt anderer Primaten zwar prinzipiell dazu in der Lage, doch fehlte die präzise Kontrolle über Mund und Zunge. Die Evolution des Lachens zeigt, dass sich diese stimmliche Kontrolle über Jahrmillionen hinweg langsam und schrittweise entwickelt hat.