"Sind nicht Gott!"

Jetzt greift sogar die Kirche Elon Musk & Co. an

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Kardinal Reinhard Marx spart nicht mit Kritik an den mächtigsten Männern des Silicon Valley. In einem Interview warnt er eindringlich vor den transhumanistischen Plänen von Elon Musk und Co.
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Münchens Kardinal Reinhard Marx hat Tech-Milliardäre wie Elon Musk in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung frontal angegriffen. "Sie geben vor, sie wollten die Welt verbessern, dabei geht es ihnen auch darum, sie zu beherrschen", stellte Marx klar. Solche Unternehmer besitzen nach Ansicht des Kardinals inzwischen mehr Macht als einzelne Staaten und nutzen diesen Einfluss gezielt aus, um ihre ganz eigene Vision vom Menschen global durchzusetzen. Die Debatte um die Macht dieser Internet-Giganten sorgt auch bei der jüngeren Generation in Österreich regelmäßig für hitzige Diskussionen.

Kritik am Transhumanismus

Im Zentrum der Kritik des Kardinals steht die Strömung des Transhumanismus, welche die Verschmelzung von Mensch und Maschine anstrebt. "Sie wollen den Menschen optimieren wie eine Datenbasis. Was für ein Wahnsinn! Dieser Weg führt wohl kaum zum guten Leben für alle, sondern entspringt einem totalitären Denken", kritisierte Marx die Entwicklung scharf. Dahinter stecken für ihn gefährliche Unsterblichkeitsfantasien, die er strikt zurückweist: "Der Wunsch nach einem langen Leben ist legitim. Aber wir sind nicht Gott, das ist der Kern des Ganzen."

Gefahr einer Elite

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Ein weiteres großes Problem sieht der Kardinal darin, dass sich Musk und Gleichgesinnte mit ihren Zukunftsentwürfen ausschließlich an eine kleine Elite richten. Diese Gruppe glaube fälschlicherweise, das Schicksal aller anderen Menschen einfach ungefragt in die Hand nehmen zu müssen. Wer am Ende von diesen Technologien profitiert und wer dabei wirtschaftlich oder sozial auf der Strecke bleibt, macht laut Marx die eigentliche gesellschaftliche Sprengkraft dieser Ideologie aus.

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