Kuriose Nachwahl

Stolpert Nigel Farage über Count Binface?

Zweiteiliges Bild: Links eine Person im Mülltonnenkostüm, rechts ein Mann im blauen Anzug beim Reden.
© APA/AFP/HENRY NICHOLLS
Der Chef der britischen Rechtspopulisten von Reform UK, Nigel Farage, stellt sich an diesem Donnerstag erneut zur Wahl für einen Sitz im britischen Parlament.
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Der Chef der britischen Rechtspopulisten von Reform UK, Nigel Farage, stellt sich an diesem Donnerstag erneut zur Wahl für einen Sitz im britischen Parlament. Die Ergebnisse werden in der Nacht auf Freitag erwartet. Ausgelöst hatte der einstige Brexit-Vorkämpfer die Nachwahl im Wahlkreis Clacton selbst durch seinen Rücktritt, um sich in einer Spendenaffäre in Millionenhöhe politisch Luft zu verschaffen. Die anderen großen Parteien boykottieren diesen politischen Stunt.

Ein Mann im Anzug spricht bei einer Pressekonferenz vor einer britischen Flagge.
© EPA

Farage hatte vor seiner Wahl zum Abgeordneten im Jahr 2024 ein Geldgeschenk in Höhe von fünf Millionen Pfund (5,85 Mio. Euro) erhalten, das er nicht als Spende deklarierte. Seinen Angaben nach handelte es sich um ein persönliches Geschenk ohne Bedingungen. Der Vorgang wurde vom Beauftragten für parlamentarische Standards untersucht, die Untersuchung nach Farages Abgang jedoch ausgesetzt. Sollte Farage wiedergewählt werden, wird die Untersuchung fortgesetzt.

Eine Person hält ein Plakat mit Count Binface und dem Schriftzug „VOTE“ in die Kamera.
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Neben Farage treten 33 weitere, meist unbekannte Kandidatinnen und Kandidaten bei der Wahl an. Als Hauptkonkurrent gilt der Spaßkandidat Count Binface ("Graf Mülltonnengesicht") alias Jon Harvey. Die als Ritter gekleidete Figur mit Umhang und einer Mülltonne als Helm stellt sich immer wieder in Großbritannien zur Wahl. Realistische Chancen werden dem Komiker allerdings nicht eingeräumt. Farage gilt im Wahlkreis Clacton, in dem er 2024 klar gewonnen hatte, als Favorit.

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