Die in Paris lebende belgische Schriftstellerin Amélie Nothomb versorgt uns seit Jahrzehnten mit extravaganten Roman-Ideen. Mit ihrem Debüt Die Reinheit des Mörders, das 1992 erschien, wurde Nothombs literarische Karriere begründet. Die Autorin schreibt mal fantastisch (Quecksilber), mal skurril (Die Passion) und immer wieder autofiktional (Mit Staunen und Zittern, Der belgische Konsul).
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Reisebericht mit Hindernissen
Ihr neuer Roman "Die unmögliche Rückkehr" reiht sich in letztere Sparte ein. Nothomb kehrt in das Land zurück, das sie am meisten liebt: Nach Japan. Dort hat sie Teile ihrer Kindheit verbracht, später gelebt, gearbeitet und sich verliebt. Etliche Jahre ist der letzte Besuch her, viel ist seitdem passiert. Doch als eine Freundin eine Reise gewinnt und die Covid-Pandemie endlich vorbei ist, kann sich Nothomb nicht entziehen und reist mit ihr. Für die Freundin soll sie Reiseführerin spielen, eine Rolle, in der sich Nothomb nicht wohlfühlt. Welche Eindrücke wird dieses Wiedersehen hinterlassen?
Beliebige Eindrücke
Die Lektüre des Romans hinterlässt bei uns enttäuschte Erwartungen, denn der Text lässt sich gut an, wird dann jedoch beliebig und plätschert dahin, statt einen persönlichen Einblick zu gewähren.