Irgendwann im Laufe der Schwangerschaft machen sich die meisten Eltern Gedanken darüber, wie der neue Erdenmensch heißen soll. Traditionell, modern, kurz oder lang sind da nur ein paar Kriterien, die bei der Suche (oder beim Ausschluss) nach dem richtigen Namen helfen können.
Drei Namen führen zu drei Lebenswegen
Der Name, so die mitschwingenden Gedanken, ist die erste gewichtige Sache, die wir Eltern dem Nachwuchs mitgeben können. Vielleicht beeinflusst er sogar das (ganze) Leben des Kindes. Also nicht verkacken bei der Wahl!
Die britische Autorin Florence Knapp hat sich nun genau mit diesem Thema beschäftigt. In ihrem Debütroman Die Namen dreht sich alles um eine solche Wahl und was sie auslösen kann. Konkret geht es um drei Namen, die drei unterschiedliche Leben begründen: Es ist 1987 und Cora hat soeben einen Buben geboren. Doch, wie soll er heißen? Die Antwort auf diese Frage wird zum großen Wendepunkt im Leben der Familie. Soll der Bub Gordon genannt werden, nach seinem gewalttätigen Vater, Bear, sanft und stark, wie es seine Schwester Maia so gerne hätte, oder Julian, Coras Favorit...
Auch interessant
Buch entwickelt eine Sogwirkung
Wir folgen dem Bub über 35 Jahre auf seinem Lebensweg, in drei verschiedenen Versionen. Knapps besondere Erzählung ist dabei nicht nur voller sprachlicher Glanzfunken, sondern entwickelt eine Sogwirkung, der man sich schwer entziehen kann.
Gedankenspiel
"Was wäre, wenn", ist ein Gedankenspiel, auf das wir uns zu gerne einlassen. Knapp gibt uns alle Realitäten und denkt Konsequenzen sorgfältig durch. Was passiert beispielsweise, wenn einem brutalen Choleriker sein Wunsch verweigert wird? Was wiederum, wenn die Schwester den Namen des Bruders aussuchen darf? Knapp macht Coras Namensentscheidung zu etwas Größerem und doch bleibt sie im Vergleich zu anderen Parametern, die Cora nicht in der Hand hat,
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden