Interner Geheim-Test

ÖFB goes Hollywood: Kampf um die WM-Hauptrollen

Kein Gegner, kein Problem! Weil der geplante WM-Test gegen Guatemala ausfiel, ließ Ralf Rangnick seine Stars kurzerhand gegeneinander antreten. Im Harder Stadium von Santa Barbara hieß es am Mittwoch: ÖFB-Team gegen ÖFB-Team.
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Nur wenige Kilometer von Hollywood entfernt lief für Österreichs Nationalteam bereits die erste große Produktion. Bevor nächste Woche auf der WM-Bühne der Ernst des Lebens beginnt, bat Teamchef Ralf Rangnick seine Stars in Santa Barbara zum internen Casting. Die Hauptrollen gegen Jordanien sind noch zu vergeben – also hieß es am Mittwoch im Harder Stadium: Klappe, die Erste!

Der ausgefallene Test gegen Guatemala wurde kurzerhand durch ein internes Match ersetzt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit standen sich zwei ÖFB-Teams über drei Mal 15 Minuten gegenüber. Keine Fans, keine Journalisten, keine Einblicke. Die Vorgabe: maximale Intensität. "Die Herangehensweise war, dass wir richtig etwas am Platz liegenlassen und Intensität reinbringen", verriet Alexander Prass.

Um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten, waren Grätschen verboten. Nach dem Ausfall von Christoph Baumgartner wollte niemand ein unnötiges Risiko eingehen. Laut ÖFB kamen dennoch alle 25 Kaderspieler zum Einsatz.

Alexander Prass & Patrick Wimmer

Geheim-Test gibt keine Startelf-Hinweise

Wer sich dabei für die Startelf für das Auftaktspiel gegen Jordanien (17. Juni, 6 Uhr/live auf ORF1) empfehlen konnte? Weiterhin streng geheim. Welche Spieler in welchen Teams aufliefen, blieb ebenso unter Verschluss wie das Ergebnis. Dazu wurde laut Prass und Patrick Wimmer ständig durchgewechselt.

"Ich wusste gar nicht mehr, welche Trikotfarbe ich am Anfang hatte", scherzte Prass. Auch Wimmer bestätigte: "Es ist wild durchgewechselt worden." Rückschlüsse auf die Aufstellung gegen Jordanien? Fehlanzeige. Das Fazit von Prass: "Wir wissen gar nichts."

Abstecher nach Los Angeles

Nach dem Geheim-Casting gab Rangnick seinen Stars frei. Am Donnerstag steht kein Training auf dem Programm. Viele dürften die Gelegenheit nach dem gemeinsamen Frühstück für einen Abstecher nach Los Angeles nutzen. "Ich glaube, die meisten werden sich dort etwas anschauen", verriet Wimmer. Und weil einige ÖFB-Kicker auch abseits des Rasens eine Schwäche für das Grün haben, könnte sich der eine oder andere statt auf dem Walk of Fame auch auf einem Golfplatz wiederfinden.

Bevor für Österreich allerdings die große WM-Premiere steigt, wartet noch ein kurzer Ausflug ins echte Hollywood. Ab nächster Woche werden dann keine Filmrollen mehr verteilt. Dann heißt es für Alaba, Arnautovic & Co.: Film ab für das größte Fußball-Abenteuer Österreichs seit 28 Jahren.