Ärger vermeiden
Balkon WM-fit machen: Welche Fußball-Deko ist erlaubt?
Für viele Fußball-Fans kann es gar nicht genug Deko sein: Flaggen, Lichterketten und bunte Girlanden gehören zur Weltmeisterschaft einfach dazu. Doch Achtung: Wer bei der Dekoration und den Jubelarien über das Ziel hinausschießt, riskiert schnell die rote Karte vom Vermieter oder den Nachbar:innen. Wir verraten Ihnen, was erlaubt ist und wie Sie teure Strafen und Nachbarschaftsstreitigkeiten während des Turniers geschickt umgehen.
Deko-Fieber auf dem Balkon: Was ist erlaubt und was nicht?
Grundsätzlich ist es im Mietrecht gestattet, den eigenen Balkon der Fan-Liebe anzupassen. Doch bei all der Euphorie gibt es eine Regel, die Mieter:innen im Auge behalten müssen: Bohrmaschinen haben an der Hausfassade nichts zu suchen.
Wer für das Aufhängen von Fahnen oder Girlanden Löcher in die Außenwand bohrt, greift die Bausubstanz an und das ist ohne die ausdrückliche Erlaubnis der Vermieter:innen strengstens verboten. Wer sich nicht daran hält, haftet für die entstandenen Schäden an der Fassade und muss für Reparaturkosten und mögliche Folgeschäden aufkommen. Das kann ganz schön teuer werden.
Unser Deko-Tipp: Greifen Sie stattdessen auf Klebehaken, Saugnäpfe oder spezielle Magnet- und Kabelbinderhalterungen für das Balkongeländer zurück. Diese lassen sich nach dem Turnier leicht entfernen, ohne Spuren oder Ärger zu hinterlassen.
Rücksicht auf die Nachbarschaft
Selbst wenn Sie am liebsten eine riesige Flagge über drei Stockwerke spannen würden, sollten Sie auch an Ihre Mitmenschen denken. Hängen Sie übergroße Fahnen auf, dürfen sich Ihre Nachbar:innen nicht gestört fühlen. Verdeckt Ihre Fahne beispielsweise das Fenster der unter Ihnen Wohnenden, können diese verlangen, dass die Deko wieder verschwindet.
Jede Art von Dekoration muss wetter- und sturmfest angebracht sein. Wenn Fahnenstangen oder Girlanden herabfallen und dabei fremdes Eigentum beschädigen oder gar jemanden verletzen, drohen saftige Geldstrafen.
Welche Ruhezeiten gelten?
Die WM 2026 bringt für Fans in Europa aufgrund der Austragungsorte in Nord- und Mittelamerika eine echte Herausforderung mit sich: Viele Spiele finden aufgrund der Zeitverschiebung für uns mitten in der Nacht statt. Wer da beim Public Viewing auf der eigenen Couch mitfiebert, weiß: Beim erlösenden Siegtreffer kann es schon mal emotional und laut werden.
Doch egal, ob in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten: Auch im Ausnahmezustand der WM müssen Sie sich an die geltenden Ruhezeiten halten. Zwar gibt es in Österreich kein bundesweites Gesetz für eine absolute Nachtruhe, jedoch schreiben Hausordnungen und Gemeindeverordnungen üblicherweise eine Ruhezeit zwischen 22:00 und 06:00 Uhr vor. Wer also um 4 Uhr morgens lautstark auf dem Balkon jubelt, riskiert Ärger mit den Nachbarn und unter Umständen sogar eine Anzeige wegen Ruhestörung.
Tipp: Sprechen Sie vorab mit Ihren Nachbar:innen oder laden Sie sie direkt zum gemeinsamen Schauen ein. Ein bisschen Kommunikation im Vorfeld ist das beste Mittel, um unnötige Streitigkeiten zu vermeiden und den Hausfrieden zu wahren.
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