Fund in Frankreich

Picasso-Gemälde bei Drogenfahndung entdeckt

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Bei einer gezielten Razzia im Großraum Paris haben Drogenfahnder in der Wohnung einer Tante überraschend ein gestohlenes Picasso-Gemälde im Wert von bis zu 15 Millionen Euro sichergestellt.
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Das eigentliche Ziel der französischen Polizei war ein 37-jähriger Mann, den die Ermittler bereits seit mehreren Monaten wegen mutmaßlichen Rauschgifthandels im Visier hatten. Der Verdächtige war als Wachmann bei einem Pariser Unternehmen angestellt, das auf die Lagerung von Kunstwerken und wertvollen Gegenständen spezialisiert ist. Gemeinsam mit drei Komplizen soll er mit illegalen Substanzen gedealt haben. Als die Beamten im Zuge der Ermittlungen das Haus seiner Verwandten durchsuchten, stießen sie unerwartet auf das wertvolle Gemälde des weltberühmten spanischen Malers Pablo Picasso (1881–1973).

Porträt der Muse im Fokus

Das sichergestellte Kunstwerk zeigt Picassos langjährige Muse Marie-Thérèse Walter, die der Künstler im Alter von 45 Jahren kennenlernte und im Laufe ihrer Romanze mehrfach porträtierte. Den genauen Titel des Werks gab die Polizei bislang nicht bekannt, der Schätzwert des Bildes wird jedoch auf stolze 12 bis 15 Millionen Euro beziffert. Die Eigentümerin des Bildes, eine Frau aus Singapur, hatte das Porträt in dem besagten Sicherheitslager deponiert und wiegte sich in dem Glauben, ihr Eigentum sei dort absolut sicher. Der beschuldigte Wachmann gestand den Diebstahl inzwischen und behauptete vor den Beamten, er habe mit der Aktion lediglich bestehende Sicherheitslücken in seiner Firma aufzeigen wollen.

Weitere Funde bei Durchsuchung

Der Diebstahl des wertvollen Porträts war bis zu dem Fund im Vorort von Paris weder der Öffentlichkeit bekannt noch scheint das Fehlen im Lager zuvor jemandem aufgefallen zu sein. Neben dem kostbaren Gemälde beschlagnahmten die Beamten bei dem Einsatz laut Medienberichten 17 Kilogramm Cannabis. Zusätzlich stellten die Ermittler teure Designermode im Gesamtwert von rund 200.000 Euro sowie Bargeld in Höhe von mehreren tausend Euro sicher. Die Justizbehörden haben nun ein erweitertes Verfahren eingeleitet und ermitteln gegen die Gruppierung nicht mehr nur wegen des Verdachts auf Drogenhandel, sondern auch wegen schweren Diebstahls und Hehlerei.