Teamchef spricht

Rangnick vor WM-Auftakt: "Das wird es nicht mehr geben"

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Der Teamchef verwies vor Duell mit vermeintlichem Underdog Jordanien auf Umfaller von Spanien und Türkei und will Fehler wie gegen Tunesien vermeiden.
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Die Fußball-WM hat schon vor dem Auftaktmatch der österreichischen Nationalmannschaft gegen Jordanien für einige Überraschungen gesorgt. Teamchef Ralf Rangnick verwies auf Spaniens 0:0 gegen Kap Verde oder das 0:2 der Türkei gegen Australien. "Das hat noch einmal gezeigt, wie viel man auf Favoritenrollen oder Weltranglistenplatzierungen geben kann", erklärte der Deutsche am Montag (Ortszeit) auf der Abschlusspressekonferenz im San Francisco Bay Area Stadium.

Daher müsse man vor dem als Underdog geltenden WM-Neuling von Anfang an auf der Hut sein. "Wir müssen das Spiel so bestreiten, als ob es ein absolutes Endspiel wäre. Wir brauchen Spielfreude und Lockerheit und müssen richtig Spaß haben an dem, was auf dem Platz zwischen 21.00 und 23.00 Uhr (Anm.: Ortszeit) passiert", sagte Rangnick. Er selbst wolle seine persönliche WM-Premiere "ein Stück weit genießen, ein Stück weit innerlich feiern können".

Fokus auf Restverteidigung

Damit dies gelingt, müsse man in der Restverteidigung konsequent agieren und nicht so viele Chancen zulassen wie vor zwei Wochen in den ersten 45 Minuten im letzten Test gegen Tunesien. "In den letzten drei Trainingseinheiten haben wir den absoluten Fokus darauf gelegt. Wenn es am Platz so aussehen wird, wie es im Training ausgesehen hat, mache ich mir keine großen Sorgen. Ich gehe fest davon aus, dass es solche Situationen wie in der ersten Hälfte gegen Tunesien nicht mehr geben wird", meinte Rangnick.

Der 67-Jährige kann aufgrund der Trinkpausen in der Mitte beider Hälften zusätzlich auf seine Spieler einwirken, was er grundsätzlich als positiv erachtet, "auch wenn werbliche Aspekte eine Rolle spielen", so Rangnick. Werbliche Aspekte sind auch der Grund, warum beim Haupteingang der Spielstätte, die eigentlich den Namen eines bekannten Jeans-Produzenten trägt, der Marken-Schriftzug von der FIFA mit einem großen weißen Transparent verhüllt wurde. "Als ich das gesehen habe, musste ich schmunzeln", erzählte Rangnick.