Große Sorge
"Schafft es nicht": Arzt von Mette-Marit mit Schock-Prognose
Für Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat das wohl schwerste Kapitel ihres Lebens begonnen. Bei einer Pressekonferenz in Oslo am Freitag machten ihre Ärzte deutlich, wie kritisch die Situation für die Ehefrau von Kronprinz Haakon tatsächlich ist.
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Die unheilbare Lungenfibrose der 52-Jährigen hat sich zuletzt deutlich verschlechtert, weshalb sie nun auf der Warteliste für eine Spenderlunge steht. Die Ärzte sprechen von einer besorgniserregenden Lage.
Dramatische Verschlechterung der Werte
Besonders die Worte von Oberarzt Are Martin Holm lassen aufhorchen. "Das bedeutet, dass die Lebenserwartung nur noch sehr gering ist", erklärte der Mediziner über Patientinnen und Patienten, die auf die Transplantationsliste aufgenommen werden. Ohne eine neue Lunge liege diese oft nur noch bei etwa einem Jahr. "Wir sehen, dass sich im vergangenen Jahr wesentlich mehr Narbengewebe in der Lunge gebildet hat", sagte Holm. Besonders alarmierend sei, dass sich die Lungenfunktion allein in den vergangenen drei Monaten massiv verschlechtert habe. Holm betonte: "Das ist gefährlich." Deshalb muss die Kronprinzessin nun rund um die Uhr erreichbar sein. Auslandsreisen sind für sie tabu, zudem muss jede Infektion sofort gemeldet werden. Sobald ein passendes Organ bereitsteht, muss es schnell gehen.
Riskanter chirurgischer Eingriff
Auch der Herz- und Lungenchirurg Arnt Fiane schilderte schonungslos, was der Kronprinzessin bei der bevorstehenden Operation bevorsteht. Für die Transplantation muss der Brustkorb geöffnet und eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. "Das Herz wird angehalten", erklärte der Arzt den Ablauf. Anschließend werden die erkrankten Lungen entfernt und die Spenderorgane eingesetzt. Der komplizierte Eingriff dauert zwischen drei und fünf Stunden. Danach kann ein Aufenthalt im Spital von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten notwendig sein. Zusätzliche Probleme entstehen, wenn die kranken Lungen bereits mit dem umliegenden Gewebe verwachsen sind. In diesem Fall steigt das Risiko für Blutungen und weitere Komplikationen während der Operation erheblich an.
Hoffnung auf neues Leben
Besonders düster wurde es auf der Pressekonferenz, als Holm über die allgemeinen Überlebenschancen nach einem solchen Eingriff sprach. "Tatsächlich schafft jeder achte Patient das erste Jahr nicht", sagte der Lungenexperte offen. Auch auf lange Sicht bleibt das Risiko hoch: Zehn Jahre nach einer Lungentransplantation lebt laut norwegischen Daten nur noch etwa die Hälfte der Patienten. Trotz dieser ernsten Zahlen betonen die Mediziner, dass die Alternative noch deutlich schlechter wäre. "Das Ziel einer Lungentransplantation ist ein gutes Leben", so Holm. Viele Menschen könnten nach dem großen Eingriff wieder viele Jahre mit einer guten Lebensqualität verbringen.