Favoritensieg

Nach 15-Stunden: Clemens Pig mit 21 Stimmen neuer ORF-Chef

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Der ORF hat einen neuen Chef. Nach über 15 Stunden Sitzung hat der Stiftungsrat eine Entscheidung getroffen und mit 21 von 35 Stimmen Clemens Pig zum neuen Generaldirektor gewählt.
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Es wurde letztlich der erwartete Favoritensieg: Clemens Pig ist neuer Generaldirektor des ORF. In einer Marathonsitzung, die in der Früh um 10 Uhr begann und nach Mitternacht - also nach über 15 Stunden - zu einem Ende gebracht werden konnte, hat sich der ehemalige Chef der APA gegen seine Mitbewerber durchgesetzt - mit 21 von 35 Stimmen.

Affäre um Roland Weißmann

Damit wird Pig 2027 die interimistische Generaldirektorin Ingrid Thurner ablösen, die nach der Affäre um Roland Weißmann das Amt übernommen hatte. Die Amtszeit von Pig läuft fünf Jahre.

Über 15 Stunden

Pig wurde vom ORF-Stiftungsrat aus seinen 35 Mitgliedern gewählt. Er musste sich zunächst einem Hearing stellen und dann der längsten Sitzung, die der ORF überhaupt je gesehen hat. Über 15 Stunden braucht Österreichs Öffentlich-Rechtlicher, um einen Generaldirektor zu finden. Klingt unglaublich? Gab es auch noch nie!

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Rolle des Stiftungsrates

Pig tritt nach Roland Weißmann ein schweres Erbe an. Am Küniglberg ist der öffentliche Druck so groß, wie vielleicht noch nie. Es geht um Affären, politische Einflussnahme und die Rolle des Stiftungsrates - "das Gremium des Grauens", wie der Klub-Chef der NEOS Yannick Shetty im Nationalrat kürzlich sagte.

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Die ganze Chronik der irren XXL-Marathon-Sitzung um den neuen ORF-General lesen Sie hier im Detail im oe24-Ticker nach.

Die Hearings

Die stundenlangen Hearings im Vorfeld mögen auch auf die starke Konkurrenz für den designierten ORF-Chef zurückzuführen sein - und einer besonderen Gewissenhaftigkeit angesichts des neuerdings geltenden Europäischen Medienfreiheitsgesetzes. So hatten sich unter anderen der einstige ProSiebenSat.1Puls4-Geschäftsführer Markus Breitenecker, ORF-TV-Magazinchefin Lisa Totzauer und der ehemalige HBO-Manager Johannes Larcher beworben, die allesamt mehrere Stimmen auf sich vereinten. Eine Stimme ging auch an ORF III-Co-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz. In Summe waren neun Personen zum Hearing direkt vor der Wahl im ORF-Zentrum geladen.