Arnies Klimagipfel

Frauenpower beim Austrian World Summit mit Star-Gast Kamala Harris

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Am Dienstag, 16. Juni, feiern Monika Langthaler und Arnold Schwarzenegger 10 Jahre Austrian World Summit – mit einer Klimakonferenz der Superlative und Star-Gast Kamala Harris. Event-Mastermind Monika Langthaler im Interview.
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"Bei unserem 10. Austrian World Summit wollen wir zeigen, dass wir die Macht, die Werkzeuge und Lösungen haben, und wenn Führungskräfte und Bürger:innen zusammenarbeiten, sind wir unaufhaltsam!“ Mit diesen – gewohnt starken, motivierenden – Worten lädt Arnold Schwarzenegger (78) zum Jubiläums-Gipfel am 16. Juni in die Wiener Hofburg. Was einst mit einer Idee der ehemaligen Grüne-Politikerin Monika Langthaler (58) begann, ist heute eine weltweit angesehene Klimaschutz-Veranstaltung. Der positive Zugang war den Gastgebern von Beginn an wichtig. Größen aus Sport, Kultur und Kunst sollen breitenwirksam wichtige Messages vermitteln. Dass heuer sogar die ehemalige US-Vizepräsidentin Kamala Harris (61) dabei ist, macht Mastermind Monika Langthaler freilich besonders stolz, wie sie im MADONNA-Interview verrät.

Event-Mastermind Monika Langthaler © SCI

Kamala Harris, Richard Gere & Co. beim Jubiläum

Anlässlich des 10 Jahres-Jubiläums wird der Austrian World Summit noch größer, noch hochkarätiger...

Monika Langthaler: Ja, wir haben uns natürlich schon bemüht, zum zehnten Geburtstag noch ein paar besondere Akzente zu setzen. Einerseits eben durch einen ganz besonderen Gast, die ehemalige Vizepräsidentin der USA, Kamala Harris. Es macht uns sehr stolz, dass sie zu uns kommt. Das ist ein besonderes Zeichen ihres Interesses und ihrer Wertschätzung für das Thema und auch für unseren Zusammenhalt. Aber auch sonst haben wir großartige Gäste und ein tolles Programm. Außerdem haben wir ein zweisprachiges Jubiläumsmagazin mit einer Rückschau auf zehn Jahre Arbeit herausgegeben. Auch eine Zeitung für Schüler und junge Menschen wird es geben. Also wir haben schon einige Besonderheiten in diesem Jahr.

“Eine Umweltbewegung mit erhobenem Zeigefinger bringt nichts. Wir wollen Menschen motivieren...”

Ex-Grüne-Politikerin Monika Langthaler

Stichwort Rückblick: Was konnten Sie in diesen zehn Jahren konkret erreichen?

Langthaler: Ich glaube, man muss grundsätzlich wissen, warum wir den Summit überhaupt gegründet haben. Ich habe immer zu Arnold Schwarzenegger gesagt: Was wirklich fehlt, ist im Umweltbereich eine Konferenz, die vor allem zwei Dinge erfüllt, einerseits, dass man sehr konkrete Lösungen präsentiert, also wirklich zeigt, was schon alles möglich ist. Dass wir im Grunde alle Werkzeuge schon zur Verfügung haben und unglaublich viele Technologien, aber vor allem auch, dass man sie endlich einsetzen muss. Und man sollte den Vorreitern, die bereits sehr aktiv sind, eine große Bühne geben. Wir wollten nie eine Konferenz machen nur für ein Fachpublikum – wissenschaftliche Konferenzen gibt es genug –, sondern wir wollten, dass wir sehr, sehr viele Menschen erreichen. Mit unserem letzten Summit haben wir mehr als 2,6 Milliarden Menschen erreicht, wenn wir alle unsere Kanäle, die wir bespielen können, zusammenzählen.

Kamala Harris beehrt den Austrian World Summit. © Getty Images for Blueprint Capit
“Ich musste Arnold gar nicht überzeugen...”

Monika Langthaler

Wie erreicht man mit einem doch sehr komplexen Thema so viele Menschen?

Langthaler: Wir verpacken alles in eine einfachere Sprache, damit nicht nur die Experten uns folgen können und so auch hoffentlich für jeden etwas dabei ist. Und das zeichnet uns auch aus. Wir haben immer Gäste aus der Politik, aus der Wirtschaft, aber auch Vorreiter aus dem Sport sowie der Kunst und Kultur. Und damit erreichen wir ganz andere Menschen. Wenn ein David Alaba, ein Benjamin Karl, ein Nico Rosberg oder die Olympiasiegerin Veronika Aigner zu dem Thema etwas sagen. Wir haben auch immer Musiker bei uns. Letztes Jahr waren es BossHoss, heuer ist es Lemo. Deshalb haben wir so unglaubliche Reichweiten, weil wir uns ganz genau überlegt haben, wen wir erreichen wollen. Heuer haben wir obendrein das erste Mal einen ausgewählten Creators Circle mit dabei, der spezifische Social-Media-Inhalte produzieren wird.

Social-Media-Inhalte produzieren wird. Sie haben es auch einst geschafft, Arnold Schwarzenegger von Ihrer Idee zu begeistern. Wie schwierig war das?

Langthaler: Ich arbeite ja seit mittlerweile 15 Jahren mit Arnold zusammen. Er wollte immer schon, dass wir irgendwo ein solches Konferenzformat etablieren, und ich wollte es unbedingt in Österreich machen. Für mich war dann der richtige Zeitpunkt gekommen, als Alexander Van der Bellen Bundespräsident geworden ist. Da habe ich zu Arnold gesagt: "Jetzt haben wir die Möglichkeit, den Bundespräsidenten dafür zu gewinnen, dass er uns unterstützt." Das ist natürlich eine große Hilfestellung, gerade wenn man so etwas startet und der Bundespräsident von Anfang an mit dabei ist. Er, Arnold und ich sind sozusagen die ständigen Vertreter des Austrian World Summit. Arnold hat immer gesagt: "Wenn du es dir zutraust, komme ich auf jeden Fall. Ich bin fix dabei." Ich musste ihn also gar nicht überzeugen.

Monika Langthaler und Arnold Schwarzengger kennen einander schon über 15 Jahre. © SCI
“Für Europa wäre es fatal, hier nicht konsequent weiterzuarbeiten.”

Monika Langthaler

Nun konnten Sie Kamala Harris für den diesjährigen Summit gewinnen. Wie ist Ihnen das gelungen?

Langthaler: Das war nicht so einfach und schon ein Stück Arbeit. Es hat einige Monate gedauert, aber wir freuen uns sehr, dass es geklappt hat.

Warum war sie Ihr Wunschgast?

Langthaler: Es ist für alle sehr ersichtlich, dass Europa und die USA in einem erheblichen Spannungsverhältnis stehen und dass wir als Europäer anders agieren müssen und auch unabhängiger gegenüber den USA werden müssen. Kamala Harris ist für uns das Bild jener USA, die für uns wichtig bleiben. Kein Europäer will jetzt eine Feindschaft zu den USA aufbauen. Kamala Harris war nicht nur die erste Frau, die je Vizepräsidentin war, sondern auch eine Frau, deren Eltern eingewandert sind und die sich das hart erarbeitet hat. Sie war außerdem eine Vizepräsidentin, die unglaublich viele konkrete Gesetze ermöglicht hat, gerade auch im Umweltbereich. Das war uns wichtig zu zeigen, weil viele meinen, die USA interessiere der Umweltschutz nicht mehr. Wir wollen damit zeigen, dass das faktisch nicht stimmt, weil die einzelnen Bundesstaaten, allen voran Kalifornien, nach wie vor sehr, sehr viel machen. Die Gesetze, die auch dank Kamala Harris durchgegangen sind, haben für viele Jahre Auswirkungen. Auch wenn Trump sagt, er glaubt nicht an Umwelt- oder Klimapolitik – Faktum ist, dass in den 50 Bundesstaaten nach wie vor sehr viel weitergeht, weil in den Jahren davor gute Weichen gestellt wurden. Für Europa wäre es fatal, hier nicht konsequent weiterzuarbeiten.

Ihr Zugang zum Thema ist stets ein positiver, ohne Fingerzeig. Braucht es diesen aber nicht, ebenso wie strengere Gesetze?

Langthaler: Den Fingerzeig braucht es überhaupt nicht. Ich glaube, es ist ein großer Fehler gewesen, lange Zeit auch in der Umweltbewegung mit dem erhobenen Zeigefinger den Menschen zu sagen: Ihr müsst jetzt brav sein. Das bringt nichts. Das ändert aber nichts daran, dass es natürlich weiterhin Umweltgesetze braucht. Es braucht einen regulativen Rahmen in Form von Gesetzen und Maßnahmen, auch damit Unternehmen Planungssicherheit haben und wissen, welche Ziele es insgesamt gibt, etwa Klimaneutralität in Österreich oder Europa. Wir sind überzeugt davon, dass wir die Menschen mitnehmen sollen, indem wir sie motivieren und inspirieren. Umweltschutz ist sexy, Umweltschutz ist innovativ, Umweltschutz – damit kann man Geld verdienen. Aber vor allem: Wenn wir als Menschen gesund bleiben und länger leben wollen, brauchen wir auch einen gesunden Planeten. Wir brauchen gesunde Böden, sauberes Wasser und saubere Luft. Das heißt ja nicht, dass man von einem Tag auf den anderen alles ändern muss. Deshalb ziehen wir oft die Parallele zum Sport und zur Fitness. Man muss nicht sofort einen Marathon laufen. Man beginnt mit 5.000 Schritten, dann werden es 8.000 und irgendwann 10.000. Genauso ist es im Umweltschutz.

Richard Gere wird remote dabei sein © Getty Images
“Die Welt würde natürlich anders - und zwar besser - aussehen, wenn Kamala Harris Präsidentin wäre.”

Monika Langthaler

Zurück zu Kamala Harris. Braucht es mehr Frauen in Regierungen und Führungspositionen? Und würde die Welt Ihrer Meinung nach anders aussehen, wenn Kamala Harris heute US-Präsidentin wäre?

Langthaler: Drei Mal Ja mit 17.000 Ausrufungszeichen! Erstens würde die Welt natürlich anders, und zwar besser aussehen, wenn Kamala Harris Präsidentin wäre. Zweitens braucht es überall mehr Frauen in Führungspositionen. Daran zweifle ich keine Sekunde.

Die Highlights am 16. Juni in der Wiener Hofburg

9.30 Uhr Eröffnung Zum zehnten Mal laden Monika Langthaler und Arnold Schwarzenegger zum Austrian World Summit in die Wiener Hofburg – unterstützt von BP Alexander Van der Bellen. Auch Bundeskanzler Christian Stocker hält eine Eröffnungsansprache.

10.05 Uhr Arnold Schwarzenegger und Kamala Harris Die 49. US-Vizepräsidentin spricht mit dem Gastgeber über das diesjährige Motto: "We are unstoppable!" und die aktuelle Klimadebatte in den USA.

11.25 Uhr Richard Gere u.v.a. Wie Spiritualität Klimamaßnahmen konkret antreibt, diskutieren Menschenrechtsaktivist Richard Gere (remote), Lorna Gold (von Laudato Si), Rabbi John Wittenberger und Najma Mohamed (Trustee Islamic Foundation).

12.10 Uhr Benjamin Karl Die Sportgrößen Benjamin Karl, Heather Mills und Veronika Aigner im Paneltalk.

Das gesamte Programm & alle Infos unter www.austrianworldsummit.com