Momentum-Institut

"Spar-Budget trifft jeden Haushalt mit 277 Euro"

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Die Experten vom AK-nahen Momentum-Institut rechnen mit dem Budget von Finanzminister Markus Marterbauer ab
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Dass die FPÖ am Budget von SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer kein gutes Haar lässt, ist klar. Jetzt kommt aber auch Kritik aus Marterbauers früherer beruflichen Umgebung, denn auch das AK- und gewerkschaftsnahe Momentum-Institut sieht das Doppelbudget kritisch.

Vor allem kleinere Einkommen betroffen

"Das Sparbudget spart am falschen Platz", heißt es in einem sogenannten Verteilungscheck des von Barbara Blaha geleiteten Instituts: "Die sozialen
Einschnitte fallen tiefer aus als notwendig bei Pensionen, Arbeit und Soziales mit 1,8 Milliarden Euro im Endausbau", heißt es.

Getroffen würden Geringbezahlte, Familien und Pensionist:innen. Ärmere Haushalte und die untere Mittelschicht erleiden die größten  Einkommenseinbußen relativ zu ihrem Einkommen. Über drei Viertel der Haushalte sind von den Sparmaßnahmen betroffen. Überproportional betroffen seien deshalb die vier untersten Einkommensgruppen: "Ärmere Haushalte (aber nicht die Ärmsten) sowie die untere Mittelschicht erleiden die stärksten Einbußen im Vergleich zu ihrem Haushaltseinkommen. Das zweitärmste Einkommenszehntel erfährt die größten relativen Einkommensverluste. Sie verlieren im Mittel 0,9 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens im Jahr."

Jeder Haushalt zahlt 277 Euro im Jahr

Momentum hat auch die Gesamtkosten des Sparbudgets für den einzelnen Haushalt ausgerechnet: "Im Mittel kosten die analysierten Budgetmaßnahmen einen heimischen Haushalt 277 Euro netto im Jahr. Das entspricht 0,5 Prozent ihres jährlichen Nettohaushaltseinkommens. In 3,2 Millionen der 4,2 Millionen Haushalte ist zumindest eine Person von einer der Maßnahmen berührt."

Momentum schlägt Vermögenssteuern vor

Blahas Experten schlagen anstelle von Sparpaketen vor allem Vermögenssteuern vor. Hier die ganze Liste: