an der Front

Tödliche KI-Drohnen? Bericht sorgt für Wirbel

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Ein Interview mit einem ukrainischen Drohnenhersteller sorgt derzeit international für Diskussionen.
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Laut dem CEO des ukrainischen Herstellers Aero Center sollen vor rund zwei Jahren zehn KI-gesteuerte Drohnen testweise an der Front eingesetzt worden sein. Die Systeme hätten dabei Ziele selbstständig erkannt und angegriffen. Berichten zufolge kamen dabei russische Soldaten ums Leben.

Besonders brisant: Nach den Angaben des Herstellers soll während des Einsatzes kein Mensch in die Angriffsentscheidung eingebunden gewesen sein. Die Drohnen hätten ihre Ziele autonom ausgewählt.

Keine unabhängige Bestätigung

Allerdings gibt es bisher keine unabhängige Bestätigung für die Aussagen. Die Berichte stützen sich auf ein Interview mit dem Firmenchef, eine offizielle Stellungnahme des ukrainischen Verteidigungsministeriums liegt bislang nicht vor.

Der Hersteller betont zudem, dass es sich um einen einmaligen Test gehandelt habe und die Technologie nicht weiterverfolgt worden sei.

Debatte um autonome Waffen

Der mögliche Einsatz autonomer Waffensysteme beschäftigt Experten seit Jahren. Kritiker warnen davor, dass Künstliche Intelligenz bei Entscheidungen über Leben und Tod eingesetzt wird. Befürworter verweisen hingegen auf militärische Vorteile und die Möglichkeit, Störsignale oder Funkblockaden zu umgehen.

Auch die Vereinten Nationen haben sich mehrfach kritisch zu sogenannten autonomen tödlichen Waffensystemen geäußert. Ein internationales Verbot gibt es derzeit jedoch nicht.

Sollten sich die Berichte bestätigen, wäre dies ein bedeutender Schritt in der Entwicklung moderner Kriegsführung. Gleichzeitig würde die Debatte über die Grenzen von Künstlicher Intelligenz im Krieg neue Brisanz erhalten.