Emotionales Remis
Tränen & Kabinenparty mit dem König nach historischem Curaçao-Coup
Sie haben es tatsächlich geschafft. Curaçao holt als kleinster Staat, der jemals bei einer WM teilgenommen hat, sensationell einen Punkt. Gegen Ecuador wird das 0:0 nach dem Schlusspfiff fast schon gefeiert wie ein WM-Titel.
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Nach der 7:1-Niederlage gegen Deutschland feierten die Einwohner auf der 444 Quadratkilometer großen Karibikinsel, die ein autonomes Land des Königreichs der Niederlande ist, schon den ersten WM-Treffer. Maria, eine Einwohnerin Curaçaos, meinte damals im deutschen Fernsehen, dass sich dieses eine Tor für das Land schon wie ein Sieg angefühlt habe.
Nun gab es die nächste Steigerung und die Feier auf der 158.000-Einwohner-Insel; sie lagen sich nach dem Punkt ebenso in den Armen wie die Fans im Stadion und die royale Delegation rund um König Willem-Alexander und Königin Maxima, der zuvor noch den 5:1-Sieg der Niederlande gegen Schweden in Houston verfolgte. Anders als in Texas ließ es sich der König dann auch nicht nehmen den Karibik-Kickern in der Kabine zu gratulieren und mit ihnen zu feiern.
"Besondere WM"
Bei beiden Stadionbesuchen trug das Königspaar jeweils die Farben ihrer Nationalteams: In Houston Orange, im rund 1.200 Kilometer entfernten Kansas City Blau. "Es ist eine sehr besondere WM, weil wir sowohl die Niederlande als auch Curacao dabei haben", sagte Willem-Alexander dem Sender RTL. "Wir haben also doppelt so viele Teams, denen wir zujubeln können." Er hoffe "natürlich, dass beide sehr weit kommen". Zumindest die Niederlande machten durch den hohen Sieg in Houston einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde, und auch Curacao besitzt noch Chancen.
Doch auch auf dem Platz waren die Emotionen sichtbar. Cheftrainer Dick Advocaat, der kurz vor der WM für kurze Zeit seinen Rücktritt erklärt hatte, brach in Tränen aus und herzte seine Helden. Die Spieler liefen zu den mitgereisten Fans und feierten den historischen Coup gemeinsam.