WM-Drama um ÖFB-Star

Trotz WM-Aus: Baumi will als Edelfan in die USA fliegen

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Riesen-Pech für Christoph Baumgartner vor dem WM-Auftakt! Die Verletzung des ÖFB-Stars ist laut neuesten Infos noch viel schlimmer. Trotzdem plant der Leipzig-Legionär den Langstrecken-Flug in die USA.

Das Verletzungs-Drama um Christoph Baumgartner schlägt im ÖFB-Camp in Santa Barbara hohe Wellen. Eine Woche nach seinem bitteren Aus beim Aufwärmen für das Tunesien-Testspiel in Wien sickerte die nächste Schock-Nachricht durch. Der Offensiv-Zauberer wurde bereits im finnischen Turku operiert, doch die Blessur soll wesentlich schwerer sein als anfangs kommuniziert. Für den 26-jährigen Niederösterreicher ist die gesamte Weltmeisterschaft gelaufen, noch ehe sie überhaupt begonnen hat.

Trotz der niederschmetternden Diagnose zeigt der Leipzig-Legionär enormen Teamgeist und will seinen Kollegen unbedingt vor Ort die Daumen drücken. Sobald es der Heilungsverlauf nach dem operativen Eingriff zulässt, plant Baumgartner den strapaziösen Übersee-Flug in das ÖFB-Quartier nach Kalifornien. Beim ersten Gruppenspiel gegen Jordanien wird die Unterstützung auf der Tribüne zwar noch fehlen, für den absoluten Kracher gegen Argentinien oder das Duell mit Algerien hofft die Mannschaft aber fest auf das Eintreffen ihres Kumpels.

Große Lücke im Nationalteam

Sorge um den ÖFB-Star: Nationaltrainer Ralf Rangnick sucht sofort das Gespräch mit Christoph Baumgartner, der sich hier im Archivbild sichtlich angeschlagen an den Oberschenkel greift, während Marko Arnautović und das Betreuerteam die Szene genau beobachten. © Getty Images

Im ÖFB-Quartier ist der Ausfall des Mittelfeld-Motors das bestimmende Thema beim Medientermin. Kollege Konrad Laimer stellte unmissverständlich klar, dass man einen Akteur mit dieser Qualität nie eins zu eins ersetzen kann. Der Leipzig-Profi betonte aber zeitgleich, dass Baumgartner mit seinen 19 Toren aus 58 Länderspielen immer ein fester Teil dieser eingeschworenen Gruppe bleiben wird. Wie tief der Zusammenhalt im Team ist, zeigte bereits die emotionale Verabschiedung am Flughafen in Wien mit einem eigenen Transparent für den Pechvogel.

Die Hiobsbotschaft hat allerdings auch heftige Auswirkungen auf die Zeit nach dem Turniersommer im kommenden Herbst. Neben der kompletten Endrunde verpasst der Offensivspieler auch alle anstehenden Partien in der Nations League gegen Israel, den Kosovo und Irland. Selbst sein deutscher Arbeitgeber RB Leipzig muss in der Bundesliga-Hinrunde komplett ohne den kreativen Österreicher planen. Der Fokus liegt nun voll auf einer professionellen Reha, während seine Kollegen in den USA für ihn mitbücken wollen.